Die MS- Burgund
   
 

Baggerkralle
   
 

Lernstation "Flussforscher" mit Rheinabschnittskarte im Hintergrund
   
 

Lernstation "Labor"
   
Die MS Burgund ist ein Mess- und Untersuchungsschiff und ist im Dienste der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland Pfalz unterwegs. Normalerweise dient das Forschungsschiff dazu, die Gewssergte der von ihr befahrenen Flsse zu bestimmen. Zehn mal im Jahr wird das Schiff jedoch auch fr Schulklassen zugnglich gemacht und bietet die Mglichkeit, theoretische Kenntnisse aus dem Unterricht in die Praxis umzusetzen: Auf dem Schiff knnen sie in vier Gruppen an vier verschiedenen Lernstationen zu Experten ausgebildet werden. Im Rahmen der UNESCO- Konferenz durften aber auch die internationalen Teilnehmer noch einmal zur Schule gehen und in die Spuren der Schler treten.

Frau Busch, die extra fr den Pressetermin fr alle Fragen rund um das Projekt zur Verfgung stand erklrte: Das schwimmende Klassenzimmer dient als Schnittstelle zwischen reiner Erkenntnis der Forschung und dem Hinaustragen dieses Verstndnisses. Umweltbildung muss weiter in die Masse getragen werden.
Untersucht werden physikalische, chemische und biologische Parameter in Rhein, Mosel und Sieg. Im Rahmen der Konferenz nahmen fr den Pressetermins 16 Schler/innen aus der Gesamtschule Bonn Beuel an der Forschungsreise auf dem Rhein teil. Die betreuende Lehrerin zu der Idee des Projekts: Was man selbst macht, behlt man auch. Daher befrworte ich es, solche Projekte auch in NRW zu haben.

Fr eine Schiffsfahrt mit der MS Burgund knnen sich die Schulen generell einfach bewerben. Und so funktioniert das Konzept: Die Teilnehmer werden in vier Gruppen eingeteilt, die jeweils in einem der vier Gebiete Flussforscher, Rheinentdecker, Schiffsfhrer und Laborinsassen zu Experten ausgebildet werden. Danach werden nach der Jigsaw Methode (Gruppenpuzzle) die Gruppen gemischt. An den jeweiligen Stationen erklren die Experten dann den anderen Gruppenmitgliedern die Aufgaben und leiten sie an. Mit einem Bagger werden beispielsweise Steine aus dem Rhein an Bord geholt. Sorgfltig werden die kleine Wasserlebewesen von den Steinen abgeschabt und in der Lernstation Flussforscher untersucht. Anhand der Lebewesen kann dann auf die Gewssergte geschlossen werden. Im Labor werden unterdessen Wasserproben auf unterschiedliche Stoffgehalte untersucht.

Weiterhin lernen die Teilnehmer die Arbeit des Schiffsfhrers kennen oder mssen Augen und Ohren offen halten, um eine Rheinabschnittskarte zu erstellen. Auf dieser mssen Punkte, die whrend der Schiffsfahrt passiert wurden, eingetragen werden. Ziel ist es, Forschungskenntnisse fr die Zielgruppe der Schler zu modulieren. Frau Hofmann (Umweltpdagogin) und Frau Beining (Naturerlebnispdagogin), die das Projekt nicht nur whrend der Konferenzwoche betreut haben, konnten schon so manche Klassen in die Forschung einfhren.


Campus-web:
Wie wird das Projekt denn von den Teilnehmern bewertet? Wie ist die Atmosphre an Bord und wird Ihre Arbeit auch gewrdigt?

Frau Beining: Die Kinder sind meist sehr interessiert. Angesetzt ist das Projekt fr die Sekundarstufe I, ltere Schler/innen kennen natrlich schon viel aus dem Unterricht und sind dann nicht mehr so zu begeistern.

Frau Hofmann: Die Kinder finden es meist interessant und abwechslungsreich. Da in den Schulen aber auch schon auf verschiedenen Ebenen gearbeitet wird, sind die Kinder multimodales Lernen schon gewohnt.

Campus-web an die teilnehmenden Schler: Wie wrdet ihr denn mal mit einem Wort die heutige Forschungsfahrt beschreiben?

interessant, lehrreich, informativ, sollte man ruhig fter machen, 2man nimmt das Gelernte mit, man lernt was, was man noch nicht wusste die Selbsterarbeitung macht Spaߓ

Nachdem die Gesamtschler eine spannende Forschungsreise hinter sich bringen konnten, durften am nchsten Tag auch die Teilnehmer der Konferenz im Rahmen eines Workshops mit der MS Burgund in die unterschiedlichen Gebiete der Lernstationen eintauchen. Somit konnten die vielen Worte der Konferenz direkt an Bord in die Tat umgesetzt werden: Aktives Mitarbeiten an Projekten forderten schlielich die meisten Teilnehmer.

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