Bundesministerin Heidemarie Wieczorek Zeul
   
 

Die Teilnehmer
   
 

   
 

Madame Tussauds
   
Auf dem Jugendpressetag Entwicklungspolitik am 30.Mrz 2009, organisiert von der Jungen Presse NRW und dem Jugendmedienzentrum, hatten fnfzig interessierte Nachwuchsjournalisten die Mglichkeit, in dem Bundesministerium fr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul zu treffen. Im Vordergrund des Recherchebesuchs stand dabei die Diskussion mit der Bundesministerin fr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ber brandaktuelle Aspekte und Probleme rund um das Thema Entwicklungspolitik. Zudem sollten zuknftige Perspektiven der Armutsbekmpfung und einer gerechteren Gestaltung der Welt in den Mittelpunkt gerckt werden. Nach einem einleitenden Statement zum aktuellen Stand der Entwicklungspolitik, stand die Politikerin den Teilnehmern Rede und Antwort.

Ziel ist es nach wie vor, die Millennium Goals zu realisieren. (Wieczorek- Zeul). Zwar gbe es schon beachtliche Fortschritte in deren Umsetzung, dennoch solle man sich weiterhin darum bemhen, dass Kinder besser in die Schule gehen knnten in den Entwicklungslndern. Im Vordergrund steht auch die HIV- Bekmpfung. Bereits drei Millionen Menschenleben konnten aufgrund des globalen Fonds zur Bekmpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria gerettet werden, Dieses Ziel muss aber auch zuknftig verfolgt werden. (Wieczorek-Zeul). Hierbei machte die Politikerin ihren Standpunkt deutlich klar: Du kannst dich schtzen; es gibt Kondome!. Auf die konkrete Frage, ob der Papst unverantwortlich gehandelt habe, blieb es jedoch bei der Antwort, dass Enthaltsamkeit und Treue durchaus wichtig seien, dennoch msse man sich aber schtzen. Dies bedeute somit auch Verantwortung fr alle.

Auf Bildung bezogen stellte Wieczorek klar, dass Bildung eng mit der Armutsbekmpfung zusammenhnge. Was heit das nun konkret fr die Bildung? Was muss in Zukunft geschehen? Auf jeden Fall msse es eine Grundausbildung bis zum 14. Lebensjahr geben. Diesbezglich verwies sie auf den Schuldenerlass fr die rmsten Entwicklungslnder, der es ermglicht hat, dass 29 Millionen Kinder mehr in Afrika zur Schule gehen knnen; dieses Geld zeige folglich immer noch Wirkung. Wichtig ist auch der Aufbau des Studiums.( Wieczorek-Zeul). Nennenswert sei dabei vor allem die Kooperation mit dem Forschungs- und Bildungsministerium. Wir htten unter Anderem auch den DAAD, der eine Mglichkeit fr den Austausch biete, insbesondere auch in Entwicklungslnder. Dieser multikulturelle Austausch sei sehr wichtig. Konkrete Umsatzplne wurden jedoch nicht genannt.

Die weltweiten Ziele der Entwicklungspolitik sind Gleichberechtigung, Umweltfrderung und Wirtschaft. Die Politikerin verdeutlichte, dass ein UN Weltwirtschaftsrat geschaffen werden solle. Um die Globalisierung gerecht zu gestalten, msse es eine demokratische Verantwortung geben. Am Beispiel der Armut in Deutschland und der Schere zwischen arm und reich verdeutlichend, sei die Einfhrung eines gesetzlichen Mindestlohns ebenso notwendig wie die Begrenzung der Managergehlter . Mehr als 100 Millionen Menschen seien durch die Krisen der letzten Jahre wieder in Armut verbannt worden. Ein Viertel der Menschen lebe immer noch in Armut, ein Zustand der verndert werden mssen.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde stand die Politikerin bereitwillig zu einem Fototermin zur Verfgung. Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten Fragen an Herr Behr, den Pressesprecher des Ministeriums gestellt werden. -Der enge Vertraute der Bundesministerin, insbesondere, wenn es um die Verffentlichung heikler Neuigkeiten aus dem Ministerium geht.- Die Arbeit in der Presseabteilung: Segen oder Fluch? Klar wurde eins: Auch wenn man bei dem Job in viele fremde Lnder reist, beschrnkt sich die Kulturerfahrung jedoch oftmals auf den Weg vom Flughafen zum Hotel oder Konferenzsaal. Zudem sind lange Arbeitstage nichts Ungewhnliches und erfordern ein hohes Ma an Flexibilitt.

Der Jugendpressetag: Ein aufschlussreicher Blick hinter die Ministeriumskulissen. Nach dem offiziellen Besuch im Ministerium konnten die Teilnehmer Politik von einer ganz anderen Seite erleben: Im Madame Tussauds konnten sie die Politiker nicht nur auf den Arm, sondern auch in den Arm nehmen und hautnah erleben. Sei es bei einer Umarmung mit der Bundeskanzlerin oder einem adretten Lcheln in die Kamera an der Seite Obamas. Neben dem Spafaktor bot der Rundgang durch das Wachsfigurenmuseum gleichzeitig eine Zeitreise durch die Politik und selbstverstndlich auch Kunst, Kultur und Promileben.-


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