„Women and men united to end violence against women and girls“- „Männer und Frauen vereint, um die Gewalt gegen Frauen und Kinder zu beenden, so lautet das diesjährige Motto der Vereinten Nationen zum Weltfrauentag 2009. Die Aufmerksamkeit soll auf die andauernde Unterdrückung von Frauen und Mädchen und die besonderen Gefahren und das Leid in Kriegsgebieten gelenkt werden.

Natürlich geht der Weltfrauentag auch an Bonn nicht vorbei. In Bonn finden jährlich viele Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag statt. Doch ist die Uni Bonn auch vertreten?
Der Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden; kurz: Internationaler Tag der Frau wird jährlich am achten März zelebriert. Entstanden zur Zeit des ersten Weltkrieges im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen, feiern weltweit vor allem Frauenorganisationen den heutigen Tag. Vieles, was die Frauenbewegung im Laufe der Zeit erkämpft hat, gilt heute als selbstverständlich. Doch auch heutzutage werden Frauen weltweit noch unterdrückt, misshandelt und ihrer Rechte beraubt.

Auf der Homepage der Uni Bonn wird von dem ganzen Trubel jedoch nichts sichtbar. Auch im Veranstaltungskalender ist nichts zu finden. Dabei gibt es doch Gleichstellungsbeauftragte der Uni Bonn. Vielleicht lässt sich ja etwas auf ihrer Homepage finden? Doch auch hier ist im Terminkalender für den Weltfrauentag kein Eintrag vorgesehen. Liebe StudentInnen, ihr wollt so schnell nicht aufgeben und sucht weiter nach Veranstaltungen über den Weltfrauentag auf dem gesamten Bonner Campus? Ihr werdet leider leer ausgehen. Es wird noch nicht einmal darauf aufmerksam gemacht.

Zur Verteidigung der Bonner Uni muss man sagen, dass auch an der Uni Köln und vielen weiteren Unis keineswegs auf den Weltfrauentag aufmerksam gemacht wird, trotz seiner zunehmenden Bedeutung in unserer Gesellschaft. Sicherlich könnte vor allem die Zusammenarbeit mit internationalen StudentInnen durch Veranstaltungen zu dem heutigen Tag gefördert werden. Dabei möchte ich an die zahlreichen AustauschstudentInnen erinnern, die jährlich an den deutschen Unis studieren. Zumindest ein klein wenig Kulturaustausch hätte sich zu dem heutigen Tage sicherlich angeboten. Zumindest die Erwähnung des Weltfrauentags wäre da doch wünschenswert gewesen.

Dabei ist auf Bonner Ebene doch genug los:
Die Organisation InWEnt und das internationale Konversionszentrum Bonn luden beispielsweise zur Aufführung des Films „Pray the Devil Back to Hell“ ein. „Dieser Film erzählt die Geschichte mutiger Frauen in Liberia, die sich zusammenfanden, um den blutigen Bürgerkrieg in dem westafrikanischen Land zu beenden. Der auf mehreren Filmfestivals preisgekrönte Dokumentarfilm (2008, Regie: Gini Reticker) schildert hautnah, wie Tausende Frauen - Mütter, Großmütter, Tanten und Töchter, Christinnen und Musliminnen - für den Frieden beteten. Ihr stiller Protest vor dem Präsidentenpalast in Monrovia gab einen entscheidenden Impuls zur Beendigung des Bürgerkrieges im Jahr 2003. Auch im Frauenmuseum in Bonn fand heute anlässlich des Weltfrauentags eine Klavierdarbietung statt und anschließend spielte ein Theater Ensemble.



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