Seit nunmehr fnf Semestern mssen Bonner Studierende Gebhren bezahlen, um das Angebot der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universitt zu nutzen. Damit war im Februar der Zeitpunkt gekommen um neu ber die Umverteilung der daraus entstehenden Ertrge zu sprechen. So beriet der Senat der Universitt die bisher gemachten Erfahrungen und baute auch auf das Urteil einiger Studierender. Im Zuge der Beratungen wurde die Studienbeitragssatzung leicht berarbeitet und in einigen Details gendert.

Es ist deutlich zu sehen, dass dabei einige Dinge bercksichtigt wurden, die von Seiten der Studierenden aber auch aus der Politik schon lange kritisiert worden waren. So sollen ab dem Wintersemester 2009/2010 keine Sonderbeitrge von auslndischen Studierenden mehr erhoben werden. Deren Betreuung wird ab diesem Zeitpunkt aus den allgemeinen Gebhreneinnahmen finanziert. Ein kleiner Sieg fr die Gegner der Erhebung von Studienbeitrgen, die diese Sondergebhr immer wieder ganz besonders hervorgehoben und als diskriminierend eingestuft haben. So verschwindet ein Alleinstellungsmerkmal der Bonner Beitragsregelung nach beinahe drei Jahren des Protests. Desweiteren wird es zuknftig weitere Erleichterungen fr Studierende mit Kindern hinsichtlich der Kosten ihres Studiums geben. Acht statt bisher sechs Semester knnen sie in Bonn gebhrenbefreit studieren.

Was die Umverteilung der Einnahmen betrifft, konnte die mehrheitlich mit Studierenden besetzte Arbeitsgruppe, die die Senatsentscheidung vorbereitet hatte erreichen, dass 80 Prozent der Einnahmen in die Fakultten flieen. Fnf Prozent mehr als bisher. ber die Verwendung der restlichen 20 Prozent wird auch weiterhin zentral entschieden werden. Ein Zehntel des Beitragsaufkommens darf fr Baumanahmen an und in den Universittsgebuden genutzt werden. Wohl auch fr die Renovierung von zum Beispiel Toiletten. Bisher war in der Satzung nur von lehrbezogenen Baumanahmen durch die Fakultten die Rede gewesen.

Auch ein Punkt, den sich beinahe jede Hochschulgruppe, die sich bei den diesjhrigen Wahlen zum Studierendenparlament zur Wahl stellte, auf die Fahnen schrieben hatte, wurde bercksichtigt. Die Verwendung der Gebhren soll transparenter gemacht werden. Dies soll in Form regelmiger Offenlegungen geschehen.

Bisher stoen die neuen Regeln zur Beitragsverwendung auf ein berwiegend positives Echo. Fr den Senat bleibt zu hoffen, dass dies auch so bleibt, denn anders als die Vorgngersatzung gilt die nun beschlossene auf unbestimmte Zeit. In Ewigkeit, Amen?

Wer noch einmal einen nostalgischen Blick auf die bald ungltige Beitragssatzung werfen mchte, findet sie hier.

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