Auf der Tagung "L'Art de la paix" informieren Fachvertreter vom 26. bis 28. Mrz im Bonner Universittsclub, Konviktstrae 9, ber das Thema "Kongresswesen und Friedensstiftung im Zeitalter des Westflischen Friedens". Die Veranstaltung wird organisiert von der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V.

Vorsitzender der Vereinigung ist Prof. Dr. Maximilian Lanzinner, Lehrstuhl Frhe Neuzeit am Institut fr Geschichtswissenschaft der Universitt, der gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Kampmann, Seminar fr Neuere Geschichte der Phillips-Universitt Marburg, fr die wissenschaftliche Konzeption der Tagung verantwortlich ist. Untersttzt wird die Konferenz von der Universitt Paris IV-Sorbonne, den Deutschen Historischen Instituten in Paris und Rom, von der Gerda-Henkel-Stiftung und der Deutsch-Franzsischen Kulturstiftung. Zielgruppe der Konferenz sind Fachbesucher ebenso wie die interessierte ffentlichkeit und Journalisten.

Der Westflische Frieden von 1648 gilt als ein bedeutender Meilenstein in der europischen Friedenspolitik. Die in Mnster und Osnabrck geschlossenen Friedensvertrge beendeten den Dreiigjhrigen Krieg in Deutschland. Vorausgegangen waren fnf Jahre dauernde Friedensverhandlungen, die ersten, auf der nahezu alle europischen Gromchte vertreten waren und die damit zum Vorbild fr sptere Friedenskonferenzen wurden. Die wissenschaftliche Erforschung dieses Ereignisses wird seit 1957 von der Vereinigung der Neueren Geschichte e.V. vorangetrieben. Die von ihr publizierten Akten des Westflischen Friedens (Acta Pacis Westphalicae) reprsentieren eine lange Bonner Tradition historischer Friedensforschung und quellengesttzter Politikanalyse. In mittlerweile 40 Bnden bieten sie eine zuverlssige Grundlage fr vergleichende Untersuchungen zur Politik- und Kulturgeschichte des Friedenschlieens in Europa.

Im 350. Jubilumsjahr des franzsisch-spanischen Pyrenenfriedens (1659) ermglicht die Konferenz eine Zwischenbilanz der neueren Friedensforschung und richtet den Blick vom Westflischen Frieden aus auf die zahlreichen Friedenskongresse und die Friedensstiftung im 17. und frhen 18. Jahrhundert.

Die Konferenz besteht aus fnf Teilen: Der erste Bereich beschftigt sich mit Trgern und Formen von Friedensverhandlungen, der zweite mit konkreten Friedensregelungen. In einem dritten Tagungspunkt stehen Kommunikation und politische Sprache im Rahmen der Friedensforschung im Vordergrund. Im vierten Teil sollen politische Leitvorstellungen des politischen Handelns herausgearbeitet werden. Zuletzt wird der Einfluss religiser Faktoren auf das Friedenschlieen thematisiert.

Die dreitgige Konferenz beginnt am 26. Mrz um 9 Uhr und startet nach der offiziellen Erffnung mit einem Vortrag von Professor Lanzinner zum Thema "Die Acta Pacis Westphalicae und die Geschichtswissenschaft." Die Tagung schliet am 28. Mrz um 12.30 Uhr mit einer Schlussrunde zu den Perspektiven der Erforschung europischer Friedenspolitik. Die Vortrge werden von zahlreichen internationalen Referenten in deutscher, englischer und franzsischer Sprache gehalten. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Einsicht in das gesamte Programm gibt es im Internet hier .

Um Anmeldung bis zum 15. Mrz wird unter folgender Adresse gebeten: apw@uni-bonn.de

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