Am Freitag, den 9.Januar erfuhren rund 100 interessierte zuknftige Studierende bei einer Infoveranstaltung, wie sie ihr Wunschstudium verwirklichen knnen. Frau Mock-Mailahn von der Zentralen Studienberatung erklrte den Abiturienten, wie man sich richtig fr einen Studiengang bewirbt, die Hrde NC nimmt und wie die Zulassungschancen aussehen.

Kln ist bei Studieninteressierten sehr beliebt. Rund 20.000 bis 25.000 Bewerbungen erhlt die Uni jedes Jahr. Die Zahl der NC-Fcher nimmt daher zu; immer weniger Studiengnge kommen ohne die Einstiegshrde aus. Nur wer sich fr ein Mathematik- oder Physikstudium (Bachelor of Science) interessiert, hat Glck: Hier reicht es, sich rechtzeitig beim Studierendensekretariat einzuschreiben und schon kann es losgehen. Damit die kommenden doppelten Abijahrgnge keine Nachteile haben plant die Uni jedoch, bis auf Biologie bald alle naturwissenschaftlichen Fcher auf Bachelor ohne Zulassungsbeschrnkung anzubieten.

Je nach Fach muss man sich grundstzlich entweder ber die Stiftung fr oder direkt an der gewnschten Uni bewerben. Hier gibt es seit kurzem jedoch einige nderungen zu beachten.

Beim bundesweiten Verfahren fr Fcher wie Medizin bleibt alles beim Alten. Das landesweite Verfahren (unter anderem fr Rechtswissenschaften) hingegen entfllt demnchst. Die Unis knnen dann die betroffenen Fcher entweder mit rtlichem NC selbst vergeben (wie es wahrscheinlich in Kln der Fall sein wird) oder das neue Serviceverfahren der Stiftung fr Hochschulzulassung in Anspruch nehmen. Hier kann man bis zu zwlf Wnschen angeben und dabei auch verschiedene Fcher und Orte benennen. Dieses neue Verfahren hat den Vorteil, dass man in Zukunft statt mehreren Bescheiden zu unterschiedlichen Zeiten, wie bisher blich, nur noch eine Benachrichtigung mit allen Ergebnissen erhlt.

Auch beim rtlichen Verfahren kommt es zu Vernderungen. Bisher whlten die Unis in Nordrhein-Westfalen die Bewerber zu 60 Prozent nach der Abinote und zu 40 Prozent nach der Wartezeit aus. Ab dem Wintersemester 2009/2010 nimmt die Bedeutung der Wartezeit ab. Dann zhlen sowohl der Abidurchschnitt als auch die Wartezeit zu je 20 Prozent. Die restlichen 60 Prozent setzen sich aus hochschuleigenen Kriterien zusammen: zum Beispiel einzelne Noten in bestimmten Fchern, Auswahlgesprche, Berufsttigkeit und vieles mehr. Kompliziert wird es aber dadurch, dass jede Uni die Gewichtung dieser Punkte selbst bestimmen kann. Man muss sich also sehr genau informieren, was die jeweilige Uni von ihren Bewerbern erwartet. In den meisten Fllen wird allerdings aus Zeit- und Kostengrnden die Abinote weiterhin eine entscheidende Rolle im Auswahlverfahren spielen.

Insgesamt zeigt sich ein Trend zu immer mehr und immer besseren Bewerbern. Deswegen ist abzusehen, dass auch die NCs weiter steigen werden. Um am Ende sein Traumfach studieren zu knnen, lohnt sich also eine genaue Recherche.

Weitere Infos: www.zvs.de; www.uni-koeln.de

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