Der rmische Philosoph Lucius Annaeus Seneca (geboren 2 v. Chr.) kritisierte den Schulbetrieb seiner Zeit und sagte: Nicht fr das Leben, fr die Schule lernen wir.

Daraus wurde im Laufe der Zeit der geflgelte Pdagogenspruch:
Nicht fr die Schule, fr das Leben lernen wir. Wir alle haben diesen Spruch von unseren Eltern und Lehrern irgendwann gehrt. Die Realitt zeigt sich oft anders man lernt fr den Augenblick.
Fr die nchste Klassenarbeit, Prfung, fr das Examen etc.Dies sollte wenigstens effektiv sein und Freude bereiten.

Kann Lernen Freude bereiten???


Der international renommierte Pdagoge und Lernpsychologe Tony Stockwell (geboren in Endland, wohnhaft in der Schweiz) sammelt, entwickelt und erprobt seit ber 30 Jahren Lernstrategien und Techniken, die die Lernenden zum Erfolg fhren.

Welcher Lerntyp sind Sie?

Tony Stockwell berraschte am Freitag sein Publikum am Anfang seiner Veranstaltung mit dieser Frage. Klar, das Wort Lerntyp hat jeder schon gehrt aber: Welcher Lerntyp bin ich? Diese Frage zu beantworte schien doch nicht so einfach. Er erklrte folgende fnf Lerntypen, betonte aber auch, dass die Grenzen zwischen ihnen flieend seien.

Kinsthetisch Tuer
Visuell Seher
Verbal Sprecher
Auditiv Hrer
Skriptorisch Leser/Schreiber

In einem wahren Stockwellschen Feuerwerk der guten Laune und des englischen Humors stellte er zwei Stunden Lerntechniken vor, spielte sie vor und probte sie mit seinem Publikum. Dabei wurden die verschiedensten Fhigkeiten der Lernenden angesprochen und jeder seiner Zuhrer konnte sich bald den Lerntypen zuordnen.

Tony Stockwell zu erleben hat nicht nur berdurchschnittlichen Unterhaltungswert, nebenher lernten wir alle etwas, sei es der Text eines englischen Liedes oder die 15 Punkte einer Autoversicherung. Er wurde der Ankndigung seiner Veranstaltung Lebendige Lerntechniken gerecht und dies fr die Altersgruppen vom Enkelkind bis zur Gromutter.

Dieses Lernfeuerwerk setzte sich am Samstag in der Folgeveranstaltung Lernaktivitten fort.
Wer meinte sich in einer Stockwell- Veranstaltung nur berieseln lassen zu knnen, hatte sich grndlich geirrt. Er stellte die Lerntechniken nicht nur vor. Er lebte sie selbst und lie sie erleben.

Hier liegt auch das Geheimnis seines Erfolges. Er spricht alle Sinne des Menschen an und uns als Mitmacher wurde bewusst, wie wichtig dies im Lernprozess ist und wie viel Spa man beim Lernen haben kann.Egal, ob ich grammatische regeln mit einer Hip- Hop- Melodie unterlege, ob ich ein Mind Map nur mit Bildern gestalte, ob ich mir selbst Kartenspiele entwickle um Vokabeln zu lernen, ob ich mir zu jedem neuen Begriff eine Bewegung berlege vllig egal. Wichtig ist, dass ich meinen Stil finde und ihn konsequent anwende.

Dies ist die Botschaft, die er seinen Zuhrern mit auf den Weg gab. In der Zeit des Kampfes um eine bessere Lernmotivation der Schler in den Schulen ist dies ein nicht zu unterschtzender Ansatz.


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