Die Astronomen der Universitt Bonn bekommen erstklassige Verstrkung! Mit Professor Dr. Norbert Langer wollen sie einen der renommiertesten Astrophysiker im Rahmen einer Alexander von Humboldt-Professur an das Argelander-Institut fr Astronomie (AIfA) der Universitt Bonn holen. Die Professur wird ber fnf Jahre mit einer Frdersumme von 3,5 Millionen Euro vom Bundesministerium fr Bildung und Forschung untersttzt. Diese Frderentscheidung hat die Alexander von Humboldt-Stiftung bekannt gegeben.

Die Alexander von Humboldt-Professur ist ein internationaler Preis, mit dem weltweit fhrende Wissenschaftler aller Fachgebiete aus dem Ausland an deutsche Universitten gelockt werden sollen. Preiswrdig sind Forscherpersnlichkeiten, von denen erwartet wird, dass ihre mit Hilfe des Preises ermglichten wissenschaftlichen Leistungen zur internationalen Wettbewerbsfhigkeit des Forschungsstandortes Deutschland wesentlich beitragen werden.

Professor Langer ist derzeit an der Universitt Utrecht ttig. Er gilt als einer der ausgewiesensten Experten im Bereich der theoretischen stellaren Astrophysik, ein Gebiet, das er seit mehr als zwei Jahrzehnten geprgt hat. Sein Spezialgebiet umfasst die Physik massereicher Sterne bis hin zu ihrer Explosion als Supernovae. Zu seinen Spitzenleistungen gehren die Modelle der Vorlufer von Supernova-Explosionen, zu denen er die wichtigsten Arbeiten dieses Feldes geschrieben hat. Er hat wesentlich zum Verstndnis kosmischer Mechanismen wie der Entstehung und dem Endstadium massereicher Sterne und der Entstehung der ersten schwarzen Lcher beigetragen.
Die Universitt Bonn stellt Professor Langer einen berdurchschnittlich gut ausgestatteten Lehrstuhl zur Verfgung, um seine unmittelbare und dauerhafte Einbindung an das AIfA und die Universitt zu gewhrleisten. Im Rahmen der Humboldt-Professur soll eine Nachwuchsgruppe etabliert werden, die Langers Forschungsaktivitten ergnzt und erweitert. Ferner sorgt die Universitt fr eine personelle Verstrkung der Arbeitsgruppe, damit diese alle Gebiete der modernen stellaren Astrophysik abdecken kann. Auerdem soll ein Argelander-Fellowship-Programm etabliert werden, in dessen Rahmen auslndische Wissenschaftler fr einen Forschungsaufenthalt in Bonn gewonnen werden knnen.

Professor Langer findet in Bonn ein Arbeitsumfeld mit internationaler Reputation vor. Seit 2006 firmieren die drei bisherigen astronomischen Universittsinstitute Bonns, die Sternwarte, die Radioastronomie und die Astrophysik, als Argelander-Institut fr Astronomie. In der Exzellenzinitiative des Bundes und der Lnder konnte der Bereich Physik/Astronomie eine Graduiertenschule einwerben. Enge Kontakte bestehen auch zum benachbarten Max-Planck-Institut fr Radioastronomie. "Norbert Langer ergnzt mit seiner Qualifikation das Forschungsspektrum der Bonner Astronomie in idealer Weise", sagt der geschftsfhrende Direktor des AIfA, Professor Dr. Peter Schneider. "Gemeinsam mit den bereits angesiedelten Arbeitsgruppen sind wir auf dem besten Weg, eines der europaweit fhrenden Zentren in Astrophysik zu etablieren." Ab sofort hat Professor Langer eine Lehrstuhlvertretung am AIfA inne. Das Institut hofft, dass er bereits Anfang 2009 die Alexander von Humboldt-Professur antreten wird.

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