Whrend sich die Automobil-Industrie mit Hybrid-Modellen noch schwer tut, hat sich die Natur schon lngst damit abgefunden, dass sich zwei unterschiedliche Spezies vermischen knnen. Das bekannteste Ergebnis ist das Maultier, dessen Eltern ein Pferd und ein Esel sind. Leider sind solche Kreuzungen in der Regel steril und knnen die genetische Linie also nicht bewahren, so dass die Geburt eines Hybriden vom Standpunkt der Evolution aus gesehen in der Tat eine Eselei ist. Doch wie sich jetzt herausstellt, knnen Hybride sehr wohl fortpflanzungsfhig sein - und es gibt sie in allen Tiergruppen. Dies fanden Frankfurter Biologen um Privatdozent Klaus Schwenk jetzt heraus. Und welchen Bedeutung hat dieser Prozess in der Natur? "Hybridisierung kann die Evolution der Tiere entscheidend beeinflussen", erklrt Schwenk, "Durch das Vermischen der Genome kann es zur Ausbildung von Genotypen kommen, die unter Umstnden besser an die Umweltbedingungen angepasst sind als die der beiden interagierenden Elternarten". Kann - muss aber nicht. Denn im Gegensatz zu Maultieren sind die meisten Hybride uerst selten. So auch der beeindruckende Liger, eine Mischung aus Tiger und Lwe. Im Zoo Arche Noah bei Grnitz gab es bis Anfang des Jahres noch eines dieser seltenen, gigantischen Raubkatzen zu bewundern. Im Februar musste es aber wegen Altersschwche eingeschlfert werden.






Whrend es in der Biologie fast schon zum guten Ton gehrt, neue Gattungen zu entdecken, ist so etwas in der altehrwrdigen Astronomie gar nicht gern gesehen. Wo kmen wir denn hin, wenn auf einmal manche vorher als Sonnen klassifizierte Objekte in eine eigene Gruppe gepackt werden mssten? Das bringt doch das ganze Weltbild durcheinander. Doch genau dies versucheh nun Professor Pavel Kroupa und Ingo Thies vom Argelander-Institut fr Astronomie an der Universitt Bonn. Ihr Interesse gilt dabei den kosmischen quivalenten der Schlmpfe, den braunen Zwergen. Diese kleinen Gesellen hneln von ihrem Aufbau her einer Sonne, knnen aber im Gegensatz zu dieser aufgrund einer zu geringen Masse keine erfolgreiche Wasserstoff-Kernfusion entfachen. In dem klassischen Modell spielte das keine Rolle. "Demnach sollten sowohl Braune Zwerge als auch Sterne aus interstellaren Gaswolken entstehen, die sich aufgrund ihrer Masseanziehung zusammenballen", erklrt Professor Kroupa. Wenn dem so wre, sollten sich diese Himmelskrper aber auch hnlich verhalten." Tun sie aber nicht, was Kroupa und Thies dazu veranlasst hat, diese seltsamen Objekte genauer zu untersuchen. Jetzt konnten sie empirisch nachweisen, dass braune Zwerge als eine von den Sternen unabhngige Objektklasse gesehen werden mssen. Jetzt ist nur noch zu klren, wie die braunen Zwerge berhaupt entstehen. Eine Theorie: Sie sind "stellare Totgeburten". Demzufolge wrden sie sich in den ueren Regionen entstehender Sterne bilden und von diesen getrennt werden. Klingt ziemlich grausam - aber so ist der Weltraum eben.




Seit die Hochschulen Studiengebhren eintreiben, hat der Finanzmarkt, nach einem kurzen Jubelgeschrei in den Chefetagen der Bankkonzerne, eine Lsung fr den hilflosen angehenden Juristen ausgebaut, die vorher nur wenige in Anspruch nahmen: Studienkredite. Als Alternative bieten die Studentenwerke inzwischen ein Darlehen an, das in finanziell angespannter Situation helfen soll. Stiftung Warentest hat sich dieses Angebot nun einmal genauer angeschaut und mit diversen Kreditangeboten verglichen. Das Ergebins ist eindeutig: In der jngsten Ausgabe der "Finanztest" bekommen die Studiendarlehen ein sehr gutes Zeugnis. "Die Studienabschlussdarlehen sind oft zinslos und trotz Verwaltungsgebhren unschlagbar gnstig", so die Autoren. Wer also jetzt am Ende seines Studiums angekommen ist, sollte sich vielleicht einmal informieren. Das Deutsche Studentenwerk bietet dafr eine bersichtsliste der Darlehenskassen an.




Schler knnen an der Ruhr-Universitt Bochum jetzt wieder Detektiv spielen. Im Visier der jungen Ermittler sind allerdings keine Diebe oder Erpresser, sondern Chemikalien. Zum Start des Schuljahres bietet das Alfried Krupp-Schlerlabor der Ruhr-Universitt zwei neue Chemieprojekte an: Schlerinnen und Schler nehmen die beliebten Smarties ins Kreuzverhr und untersuchen, was die Schokoladenpastillen ummantelt; im zweiten Projekt experimentieren sie mit Tinte und ergrnden, woraus sie besteht und was im Tintenkiller steckt. "Ich dachte, man nimmt Tintenfische stimmt aber gar nicht", freut sich etwa der elfjhrige Jan, nachdem seine Lehrer im Labor ihn ber die Fllung des Fllers aufgeklrt hatten. Und auch die Smarties stellen eine Herausforderung dar: Zuerst mussten die Schler die Ummantelung ab- und auflsen, um sodann mit chemischen Analysemethoden die natrlichen Farbstoffe zu identifizieren - zum Beispiel Riboflavin, das auch in Vanillepudding enthalten ist, in gelben, Karmin (wird aus der Schildlaus gewonnen) in braunen Smarties. So lernen die jungen Chemiker auf spielerische Art viel mehr als im trockenen Untericht - und gleiches gilt fr die angehenden Lehrerinnen und Lehrer, die das Projekt ins Leben gerufen hatten. Da kann sich mancher der altgedienten Oberstudienrte noch eine Scheibe von abschneiden.

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