Deutlicher htte das Votum der GWK nicht ausfallen knnen: Die drei Programme seien "fr den Forschungsstandort Deutschland von herausragender Bedeutung" und sollen deshalb fortgefhrt werden, hie es auf der Pressekonferenz im Anschluss an die GWK-Sitzung. Fr die Hochschulen ist dies eine bedeutsame Entscheidung, garantiert sie doch sowohl das Fortbestehen der Elite-Unis als auch einen bestndigen Zuwachs an Studierendenzahlen und damit an Gebhrenzahlern. Die Wissenschafts- und Forschungsorganisationen drfen sich ebenfalls ber weitere zustzliche Mittel freuen. Allerdings fehlt bislang eine przise Festlegung ber den finanziellen Umfang.

Die GWK hat fr die Fortsetzung des Hochschulpaktes eine Staatssekretr-Arbeitsgruppe eingesetzt, die im Oktober einen ersten Zwischenbericht abgeben soll. Im November steht dann die Exzellenzinitiative auf dem Prfstand. Diese soll laut einem Bericht der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates eine Aufstockung der finanziellen Mittel um 20 bis 30 Prozent erhalten. Zurzeit stehen 1,9 Milliarden Euro fr die Bildung von Elite-Universitten zur Verfgung.

Die Hochschulrektorenkonferenz begrte in einer ersten Stellungnahme die Plne der GWK, mahnte aber an, dass intensive Gesprche ber den konkreten Einsatz der Gelder zu fhren seien. Zudem wrden viele Probleme der Universitten, etwa bei der Gebudeausstattung, in den Programmen nicht angesprochen. Besonders der Hochschulpakt bedrfe einer besseren Kalkulation.


Stipendienplan ist weiterhin Streitpunkt
Das von NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart vorgeschlagene "Nationale Stipendiensystem" fand dagegen in der GWK keine Mehrheit. Pinkwart will den besten zehn Prozent eines Jahrgangs eine monatliche Begabtenfrderung von 300 Euro verschaffen, die zur Hlfte die Wirtschaft und zur Hlfte die Politik finanzieren soll. Allerdings scheitert diee Idee bislang an den Ministern aus den Nicht-Gebhren-Lndern wie etwa Sachsen. Dessen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange erklrte am Mittwoch in Berlin, sie halte ein derartiges Stipendiensystem nur fr einen Versuch, so zu tun, als ob man den durch Studiengebhren belasteten Studenten unter die Arme greifen wolle. Dies sei unredlich, so Stange. Auch die Vorsitzenden der GWK, Bundesministerin Anette Schavan und ihr Berliner Kollege Professor Jrgen Zllner zeigten sich skeptisch.

Die GWK hat sich schlielich auf eine sehr lapidare Aussage geeinigt: Die Anstrengungen zum Ausbau des Stipendienwesens wrden allgemein begrt. Nun solle eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die konkrete Mglichkeiten prfen soll. Einer Manahme, der die HRK grundstzlich zustimmt: Fehlende Stipendien seien noch immer ein riesiges Manko im deutschen Hochschulsystem. Zu dem Vorschlag von Pinkwart selbst konnte die Konferenz allerdings noch keine Aussage treffen.

Die Zukunft der Hochschulen scheint jetzt auf den ersten Blick gesichert zu sein. Allerdings fllt auf, dass fr die Verbesserung der Lehre keine weiteren Manahmen getroffen wurden - immerhin gibt es ja schon die Studiengebhren. Selbst der Hochschulpakt dient nur dazu, mehr Studenten anzulocken, nicht aber dem Ausbau der stellenweise mangelhaft besetzten Seminare. Der Schwerpunkt der GWK liegt eindeutig auf der Forschung, die vllig zu Recht gestrkt werden muss. Allerdings, so wnschen sich Studierendenvertreter schon seit lngerem, sollte dabei die Lehre nicht vernachlssigt werden. Ein Punkt, an dem die GWK noch nachbessern knnte...

Artikel drucken