Die Lust zu experimentieren und Sachen selbststndig auf den Grund zu gehen ist fr viele Physikstudenten der Grund, warum sie ihr Fach berhaupt studieren. Der Unialltag mit viel trockener Theorie und Versuchen, bei denen man nur zuschauen darf, holt sie aber schnell ein. Damit das nicht so bleibt, gibt es an der Uni Bonn seit kurzem ein Photonik-Labor, in dem die Studenten nach Herzenslust probieren, experimentieren und entdecken knnen, ganz ohne irgendwelche Vorgaben oder die Argusaugen von Dozenten.

Photonik ist, vereinfacht erklrt, eine Mischung aus moderner Optik und Atomphysik. So definiert es zumindest Dr. Frank Vewinger vom Institut fr Angewandte Physik, der das Labor betreut. Dementsprechend stehen allerlei Linsen, Laser, Monitore und andere Gerte mit komplizierten Namen in dem Raum in der Wegeler Strae bereit. Auf diese High-Tech-Ausrstung freuen sich die Studenten besonders. Ich werde das Labor auf jeden Fall nutzen erklrt z.B. Thomas, 21, der im fnften Semester Physik studiert. Er findet besonders gut, auch mal eine Freistunde zum Experimentieren nutzen zu knnen.

Niklas, 23, hat beim Aufbau des Labors geholfen. Als Diplomand braucht er es zwar nicht mehr, weil er Zugang zu anderen Labors hat, aber auch er ist vom Nutzen fr die Studierenden berzeugt: Im Physikstudium kommt man immer weiter weg von der Praxis. Genau da soll das Labor helfen. Nach einer Sicherheitseinweisung hat grundstzlich jeder Student Zutritt. Praktisch sind auch die ffnungszeiten: Man kommt an jedem Wochentag von 8 bis 20 Uhr rein, so dass jeder angehende Physiker Zeit finden kann, herumzuexperimentieren. Der Raum soll, so Vewinger, eine Spielwiese sein, um alles Mgliche auszuprobieren. Einiges davon knne dann auch in Vorlesungen verwendet werden. Fr Fragen sei auch immer jemand in der Nhe, der auf Wunsch Betreuung leisten knne. ber das Internet sollen sich die Studenten auch ber die Experimente austauschen, eine entsprechende Plattform wird vorbeireitet.

Das Photonik-Labor ist mit Mitteln aus der Exzellenz-Initiative finanziert, die an die Bonn-Cologne Graduate School of Physics and Astronomy vergeben wurden. Daher knnen auch Klner Studenten das Labor nutzen. Weitere Anschaffungen fr das Labor sind bereits in Planung, auch ein Ausbau auf mehrere Rume ist so gut wie entschieden. Alles weitere hngt jetzt nur noch von der Resonanz der Studenten ab.
Weitere Infos gibt es auf der Homepage. des Labors. campus-web hat fr euch auerdem erste Eindrcke in einer Bildergallerie gesammelt.

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