campus-web: Welche Projekte wollt ihr konkret umsetzen, und wie?

Jan Groth: Ausgehend von unserem Anfangsgedanken, dass das Geld im Sinne eines groen Teils der Studentenschaft ausgegeben werden muss, geht es uns als erstes um den Uni-Sport-Ausbau. Es ist denkbar, den Asta-Beitrag zu senken und um diesen Betrag den Beitrag fr Sport zu erhhen. So wrden die Kosten fr die Studenten nicht steigen, es stnde jedoch mehr Geld fr den Sport zur Verfgung. Mit diesem Geld wrden dann, in Zusammenarbeit mit dem Sportreferat, mehr Kurse zur Verfgung gestellt, vor allem am Wochenende und im Mittagsbereich. Auch die Vielfalt der Kurse knnte befrdert werden. Auerdem stehen wir dafr ein, mglichst viele der Kurse weiterhin kostenlos anbieten zu knnen.
Eine weitere Idee ist das Uni-App. Das Geld, was durch den fzs (was ist fzs)-Austritt gespart wrde, knnte man in die Entwicklung einer Uni-App stecken. Nach Erfahrungsberichten einer anderen Uni, knnten die Kosten bei ca. 100 000 Euro liegen. Es geht sicherlich auch billiger. Ich habe interessanterweise schon ein Angebot eines Studenten per Mail bekommen, der sich in der Lage sieht, unsere anvisierten Funktionen in einer Uni-App zusammenzufhren.

Auerdem sollen die Sprachkurse erweitert und verbessert werden. Hier sind unsere Mglichkeiten beschrnkter und es ginge vorrangig darum, auf die entsprechenden Stellen der Uni einzuwirken, um dieses Desiderat zu befrdern. Mit Geldern des SPs Sprachkurse zu finanzieren, ist sicherlich keine Lsung. Denkbar wre es jedoch, ber den Asta bzw. ein Referat Sprachkurse anzubieten, bei denen die Studenten lediglich die realen Kosten fr den Sprachlehrer zahlen mssten, was immerhin noch deutlich gnstiger wre als an einer Sprachschule.

Wie knnte man, deiner Meinung nach, das Problem Wohnungsnot lsen?

Der Ansatz von campus Grn ist teilweise richtig: Es ist richtig, das Studentenwerk in die Pflicht zu nehmen und es ist richtig, durch Aufrufe in der Presse zu versuchen, ungenutzten Wohnraum aufzuspren.
Wir Liberale denken jedoch bei Problemen oder Aufgaben, die einem das Leben stellt, zunchst an Eigeninitiative - so auch in diesem Fall. Eine erhhte Problematik hinsichtlich der Wohnungsnot muss also mit einer erhhten Eigeninitiative einhergehen. Damit meinen wir nicht die alberne Besetzung eines Hauses, sondern das Grnden von WGs - passende Wohnungen in Bonn gibt es durchaus. Die Anspruchshaltung, dass irgendeine hhere Stelle (das Studentenwerk, die Uni, Gott usf.) fr gengend Wohnraum zu Sorgen hat und dass gar ein Anrecht darauf besteht, lehnen wir ab. Wenn die Komponente der erhhten Eigeninitiative hinzukommt, ist das Problem der Wohnungsnot lsbar!

Fr euch ist Transparenz sehr wichtig. Was genau meint ihr damit und wie soll die Hochschulpolitik transparenter werden?

Mglicherweise durch Evaluationen, die das vom RCDS geplante Referat fr ffentlichkeitsarbeit durchfhren knnte. Konkret: Wie viel Geld hat ein autonomes Referat bekommen und wie hat dieses Geld wirklich dazu beigetragen, die Studiensituation in Bonn zu verbessern?

Mit wem knnt ihr euch eine potenzielle Zusammenarbeit vorstellen?

Gedanklich am nchsten liegt mit Abstand eine Zusammenarbeit mit dem RCDS. Ausschlieen mchten wir vorab keine Gruppe mit Ausnahme der L.U.S.T.

Die Liberale Hochschulgruppe

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