campus-web: Welche Projekte wollt ihr von der Piraten-HSG konkret umsetzen?

Lukas Nse: Konkret mchten wir den Kontakt zwischen Studentenwerk, der Initiative zur zivilen Nutzung der Ermekeilkaserne und der Stadt herstellen, um die Nutzung des Gebudes so schnell wie mglich prfen zu knnen. Auerdem planen wir einen SP-Antrag zur Verffentlichung der Antrge zu den SP-Sitzungen, um die Transparenz zu erhhen. Diese sind zurzeit, wegen eines SP-Beschlusses von vor 3 Jahren, nur aus dem Uni-Netz abrufbar. Die GEZ-Gebhren sind auch noch ein Thema. Die Formulare der GEZ verschleiern einige Befreiungskriterien, die auch fr Studierende relevant sein knnen. Dazu wollen wir ber den FZS und unsere Kontakte zur Piraten-Fraktion im Landtag Druck auf die GEZ ausben.

Wie stellt ihr euch die Lsung der Wohnraumproblematik vor - insbesondere vor dem Hintergrund des diesjhrigen doppelten Abiturjahrgangs in NRW?

Wir fordern zustzlichen Wohnraum zu schaffen, indem Gebude wie die Ermekeikaserne zum Studentenwohnheim umgebaut werden. In der Vergangenheit haben wir bereits Wohnungsangebote im AStA angenommen, diese online gestellt und so den Studenten bei der Wohnungssuche geholfen.

Im Programm heit es "der NC sollte nicht das alleinige Kriterium fr eine Zulassung zu einem Studiengang sein". Welche Kriterien haltet ihr fr angemessen?

Der NC ist als Kriterium fr eine Zulassung zu allgemein, da er blo eine Durchschnittsnote darstellt. Wir halten eine Bercksichtigung von NC, fachspezifischen Noten und auerschulischen Aktivitten fr gerechter. Das aktuelle System bevorzugt Personen mit allgemein berdurchschnittlichen Leistungen, erschwert aber den Studienzugang fr Leute mit speziellem Interesse an einem Studiengebiet und entsprechenden Schulleistungen.

Wie ist eure Meinung zum Thema Anwesenheitspflicht? Ntzlich oder kontraproduktiv?

Eine Anwesenheitspflicht in Vorlesungen und bungen lehnen wir strikt ab. Wir mchten ein freies, selbstbestimmtes Studium, das uns nicht an unsere Schulzeit erinnert. Ein Erlass des Bildungsministeriums erlaubt Anwesenheitspflichten bereits jetzt nur in Ausnahmefllen. Wir fordern die Umsetzung des Erlasses durch die Universitt Bonn.

Wie kann man eurer Meinung nach Wissen noch freier zugnglich machen?

Wir fordern freien Zugang zu Forschungsarbeiten der Universitt (Open Access). Im Moment muss die Uni Bonn Gebhren an die Journale zahlen, um die Arbeiten von Universittsangehrigen zu nutzen, weil die exklusiven Verffentlichungsrechte an die Journale verkauft werden. Diesen Zustand halten wir fr untragbar. Unser Ziel ist eine weniger restriktive Lizenzierungspolitik, kombiniert mit einer internen Datenbank aller Forschungsergebnisse der Uni Bonn, die fr alle Bonner Studierenden zugnglich ist.

Piraten-Hochschulgruppe Bonn

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