campus-web: Seitens einiger Hochschulgruppen kam die Forderung, das kologiereferat abzuschaffen, weil sie es fr berflssig halten. Ihr wollt daran festhalten. Warum haltet ihr es fr wichtig?

Domencio Fiorenza: Es ist zum einen wichtig, um als Ansprechpartner fr die Universitt zu dienen. Durch den Kontakt mit der Universitt, dem Studentenwerk und der Stadt soll das Universittsleben nachhaltig gestaltet werden. Dazu gehren zum Beispiel Bioprodukte in den Mensen, Fair-Trade-Kaffee kologische und fair gehandelte Produkte in den Mensen und Cafeterien, Fahrradwege und abstellanlagen, Ressourcenschonung und Mllvermeidung. Diese Dinge wollen wir in Gesprchen mit den entsprechenden Leuten in Angriff nehmen. Es ist wichtig, dass es dafr eine Stimme gibt, da die entsprechenden Zustndigen da oft ein bisschen Druck brauchen. Auf der anderen Seite haben wir auerdem ein gut genutztes Angebot fr Studierende, zum Beispiel klimafreundliche Kochabende und die Bio-Tte, fr die wir viele positiven Rckmeldungen erhalten haben. Das gibt uns den Eindruck, dass das kologiereferat von dem Groteil vom Groteil der Studierenden nicht als berflssig angesehen wird.

Ein akutes Problem ist momentan die Wohnungsnot. Was habt ihr fr Lsungsanstze?

Wir werden die Schiene der letzten Legislaturperiode weiterfahren. Wir haben den Runden Tisch mit verschieden Partnern wie der Stadt, dem Studentenwerk usw., einberufen. Dann haben wir die ASTA-Wohnungsbrse, in der wir Wohnungen anbieten. Aktuell haben wir eine Umfrage zum studentischen Wohnen in Auftrag gegeben, die gerade ausgewertet wird. Dadurch erhoffen wir uns, ein bisschen besser fassen zu knnen, wo die wirklichen Schwerpunkte und Probleme liegen. Wenn das ausgewertet ist, kann man nochmal gezielter ansetzen.

Gibt es denn schon erste Erfolgserlebnisse?

An der Umfrage haben schon mal fast 5.000 Studierende teilgenommen, das heit man bekommt auf jeden Fall ein reprsentatives Ergebnis. Aber konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht.

Was fr Projekte habt ihr sonst noch konkret geplant?

Zwei Projekte, die hoffentlich bald an den Start gehen knnen, sind zum einen die Fahrradreparaturwerkstatt und zum anderen die flexible Kinderbetreuung. Die Werkstatt ist schon lnger in der Planung, nur leider dauert das wegen Brandschutzauflagen etwas lnger. Das sind zwei Projekte, die hoffentlich in den nchsten Monaten auch endlich starten knnen. Ansonsten mchsten wir an unseren blichen Anliegen arbeiten, sprich das Essen in der Mensa, die Fahrradinfrastruktur, Angebote fr Studierende mit besonderen Bedrfnissen wie studierende Eltern usw. Wir haben ja schon ein gutes Serviceangebot im ASTA und das mchten wir aufrechterhalten und weiter ausbauen.
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Eine abschlieende Frage noch: Warum soll der Whler euch seine Stimme schenken? Was hebt euch von den anderen Gruppen ab?

Wir sind die Hochschulgruppe, die den ASTA die letzten beiden am aktivsten mitgestaltet hat und wir setzten ganz klare Schwerpunkte auf kologie, Soziales und Gleichstellung. An diesen Schwerpunkten werden wir weiter arbeiten und hoffentlich weiterhin die Interessen der Studierenden vertreten.

Grne Hoschulgruppe / campus:grn

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