Samstag, 8:50 Uhr: Die ersten Besucher betreten das Historische Seminar in der Konviktstrae 11. Schnell fllte sich der ehrwrdige bungsraum 1 des Universittsgebudes direkt am Rhein. Dort wurde nmlich das erste interdisziplinre studentische Symposium der Fachschaft Geschichte abgehalten. Bei kalten 7C und Regenwetter gab es eine Auswahl an Vortrgen zum Thema "Macht und Herrschaft", die sich abwechslungsreich prsentierten.

Nachdem Fachschaftsvorsitzender Fabian Nser um kurz nach 9 Uhr das Auditorium begrt hatte, trat der erste Referent ans Podest und sprach ber das Thema "Augustus und die Macht der Grten". Die Vortrge waren auf 30 Minuten beschrnkt. Danach konnten in einer Diskussionsrunde die Zuhrer Fragen stellen und Anmerkungen sowie Kritik anbringen. Regelmige Kaffeepausen lockerten die gemtliche, fast schon familire Veranstaltung auf.

Der Kaiser mit dem grnen Daumen vs. "Emperor is watching you

Thematisch schpfte das Symposium aus dem Vollen: Vom schon erwhnten grnen (Macht-)Daumen des rmischen Kaisers ging es weiter ins Mittelalter. Kirchen- und Knigsmacht waren hier der Gegenstand des allgemeinen Interesses. Den flieenden bergang in die frhe Neuzeit bestimmten die Themen Wissen, Medien und Reprsentation. Mit der Spiegel-Affre in den frhen 1960ern und der Strukturierung des Sportvereinswesens in der DDR (Angelvereine!) endete die Veranstaltung. So wurden den 50 Besuchern, die ber den Tag verteilt den Vortrgen lauschten, eine gute Mischung aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen geboten.

Das interdisziplinre und studentische Symposium machte seinem Namen alle Ehre. Die Referenten stammten nicht nur aus Bonn, sondern fanden auch ihren Weg aus Erfurt, Freiburg, Mnchen und Berlin ins Historische Seminar. Auerdem zeigten alle, dass sie auf Augenhhe mit der Forschung ber Themen und Schwerpunkte referieren konnten. Die insgesamt neun Vortrge gaben einen guten Einblick in die unterschiedlichsten Wissenschaftsbereiche, ohne dabei jedoch zu berfordern.

Eine tolle Veranstaltung

Als die Veranstaltung um 17:30 Uhr offiziell beendet war, hatte sich das Wetter gebessert. Es hrte langsam auf zu regnen. Jedoch war mit dem Ende des Symposiums keinesfalls das Ende des Abends eingelutet. Noch lange wurde in der Konviktstrae 11 geredet und gelacht. Alle Beteiligten drckten ihre Zufriedenheit aus. Es wurden viele neue Kontakte geknpft und Meinungen ausgetauscht. "Eine tolle Veranstaltung, so der Tenor des Abends.

Bisher war dies das erste interdisziplinre und studentische Symposium, das die Fachschaft ausgerichtet hat. Dies muss aber nicht so bleiben. "Das sollten sie wiederholen", so der Kommentar vieler Besucher. Wie Recht sie doch haben.

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