Wie kamst du zu campus:grn?

Im 1. Semester habe ich einen Flyer von campus:grn bekommen und konnte mich mit ihren Programm und ihren Grundstzen identifizieren. Allerdings wollte ich mir im 1. Semester bedingt durch stressiges Pendeln noch nichts vornehmen. Ich habe dann aber Jakob Horneber (Anm. d. Red.: Jakob Horneber ist AStA-Vorsitzender) angesprochen und mein Interesse bekundet und er hat mich gefragt, ob ich fr die Parlamentswahl im Januar auf die Liste fr die ghg mchte. Ich bin dann ganz unbrokratisch in die Liste aufgenommen worden, obwohl ich vorher noch gar nicht in der Gruppe mitgewirkt hatte. Nach der Wahl hatte die ghg 17 Sitze erhalten, ich war aber nicht unter den ersten 17 Sitzen dabei. Ich war dann in den Semesterferien das erste Mal im Plenum, bin dann nach Bonn umgezogen und danach im SP nachgerckt.

Wie war die erste Sitzung fr dich? Wie hast du sie erlebt?

Es war spannend und verwirrend zugleich. Zwar wurde mir vorher erklrt, wie so eine Sitzung mit Tagesordnungspunkten abluft, aber learning by doing gehrt auch dazu. Anfangs kam ich mir ahnungslos vor, weil die anderen alle so routiniert waren. Die Stimmung kann man nicht wirklich mit einer Bundestagsdebatte vergleichen. Das luft dann doch etwas gelassener ab. Aber die Struktur ist vergleichbar mit einer Bundestagsdebatte, es gibt eine Tagesordnung und man muss Beitrge beantragen. In der 2. Sitzung wurden dann der AStA-Vorsitz und die ReferentInnen gewhlt.

Du bist ja selbst im koreferat ttig. Erzhl unseren Lesern doch bitte kurz von den Referaten.

Es gibt acht integrierte Referate und fnf autonome. Zum Beispiel kmmert sich das Finanzreferat um die Finanz- und Kassenverwaltung der Studierendenschaft.

Und was genau macht ihr im koreferat?

Wir im koreferat organisieren z.B. Projekte wie das klimafreundliche Kochen und wir sind zudem auch fr die Organisation des monatlichen Fahrradmarktes zustndig. Auerdem organisieren wir Filmabende zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Wir haben zum Beispiel auch ein Fair-Trade-Frhstck veranstaltet, was zunchst eine einmalige Sache war. Des Weiteren haben unsere Vorgnger eine ko-Broschre erarbeitet, die den Studierenden Tipps fr einen nachhaltigen Lebensstil geben soll und die hoffentlich bald in Druck gehen kann.

Wie stellst du dir die ideale Uni vor? Was sollte man deiner Meinung nach verndern?

Ich wnsche mir noch mehr studentische Mitbestimmung in den Gremien, z.B. im Fakulttsrat oder dem Senat, denn Studierende haben noch zu wenig Stimmgewicht in universitren Entscheidungsprozessen. Auerdem wre es toll, wenn sich noch mehr Studierende engagieren wrden. Natrlich bin ich mir aber auch bewusst, dass der Wille zur Mitbestimmung da sein muss. Auch toll wre es, wenn man Solaranlagen auf dem Dach der Mensa installieren wrde.

Hast du den Eindruck, dass dir dein Studium der Politischen Wissenschaft und der Soziologie im
Hinblick auf die Arbeit im SP Vorteile bringt?


Ich finde es spannend Theorie und Praxis im SP zu verbinden. Durch das Studium fllt es mir beispielsweise leichter, gewisse Inhalte im SP zu hinterfragen.

Wrdest du sagen, dass es sich lohnt, sich in den Hochschulgruppen zu engagieren?

Ja, es lohnt sich wirklich in der Hochschulpolitik mitzumachen. Es interessant ist und es ist wichtig, sich fr universitre Angelegenheiten zu engagieren und mitreden zu knnen.

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