Die Bonner Agentur Academic Embassy vermittelt Studienpltze in Nordamerika. Campus-web hat fr euch mit dem Grnder Lars Zimmermann gesprochen. Er selbst war whrend seiner Ausbildung gleich mehrmals fr lngere Zeit in den USA und Kanada. Nun bietet er in Sachen Auslandsstudium kompetente Beratung an.

Wie kam es zur Grndung von Academic Embassy?

Lars Zimmermann: Ich bin schon seit meinem Studium im Austausch ttig. Damals habe ich fr eine lokale Organisation hier in Bonn Studenten aus den USA betreut. Das war meine erste berufliche Erfahrung im Bereich Higher Education. Nebenbei habe ich noch meinen MBA gemacht und danach aufgrund meiner Begeisterung und meinen eigenen Erfahrungen mit Academic Embassy angefangen. Ich denke, dass ist ein Konzept, das jedem zugute kommt. Die Studenten haben die Mglichkeit sich zu informieren und das kostenlos. Es ist mglich, den Studenten unabhngige Untersttzung zu bieten. Wichtige Aspekte wie geographische Lage, Preis und persnliches akademisches Ziel knnen in die Universittswahl einbezogen werden. Ich stelle ein Portfolio mit Universitten zusammen und kann so jedem sehr gut gerecht werden.

Warum wrden Sie deutschen Studenten empfehlen nach Nordamerika zu gehen?

Lars Zimmermann: In Amerika sind die Studiengebhren ein Ausdruck dafr, dass man als Kunde auftritt. Das heit, es wird ein groes Augenmerk darauf gelegt, dass die Studenten eine hervorragende Ausbildung bekommen. Es wird aber auch sehr darauf geachtet, dass das Drumherum stimmt. Natrlich muss man etwas investieren, aber man bekommt auch etwas fr sein Geld. Auerdem erhlt man die Chance, sein Englisch in einem Umfeld zu verbessern, das eine gewisse kulturelle Differenz bietet, aber letztendlich doch eine einfache Integration mglich macht.

Welche Tipps geben Sie jemandem, der wegen der hohen Studiengebhren in Amerika zgert?

Lars Zimmermann: Manche Unis haben spezielle Programme, durch die sie auslndische Studierende zu einem niedrigeren Preis an ihren Kursen teilnehmen lassen. Ein Beispiel dafr ist die San Diego State University, die ein Studium fr einen Zeitraum von ein oder zwei Semestern fr einen vergnstigten Preis erlaubt. Die einzige Bedingung ist, dass die amerikanischen Studenten ein Vorrecht bei der Kurswahl haben. Bei den groen Universitten ist es aber eigentlich kein Problem, trotzdem genug Kurse zu finden, die einen interessieren.

Was gibt es noch fr Mglichkeiten?

Dann gibt es natrlich noch die Mglichkeit, BAfG zu beantragen, wobei manchmal ein Teil der Studiengebhren bernommen wird. Man kann auch Bildungsfonds beanspruchen, was bei uns noch nicht sehr verbreitet ist. Dabei nimmt man Studiendarlehen von einem Drittanbieter in Anspruch, die erst fllig werden, wenn man in ein Arbeitsverhltnis tritt.

Stichwort: Stipendien?

Es gibt natrlich noch Stipendienprogramme: DAAD, Fulbright oder Studienstiftungen. Ansonsten sind viele Universitten, vor allem in den USA, daran interessiert, europische Studenten fr komplette Studienprogramme zu begeistern, um auf dem Campus eine Internationalitt mit einem ausgeglichenen Nationalitten-Mix zu gewhrleisten. Wenn man da gute Noten und gute Englischkenntnisse hat und durch berdurchschnittliche Leistungen in Tests auf sich aufmerksam machen kann, sind die Universitten oft recht grozgig. Auerdem kann man in den USA seine Studienzeit verkrzen, wenn man zum Beispiel ein gutes Abitur vorweisen kann.

Warum sollten sich Studenten, die ein oder zwei Semester in Amerika verbringen wollen, durch Sie vermitteln lassen und nicht etwa ber Austauschprogramme der eigenen Universitt?

Lars Zimmermann: Grundstzlich haben die Partneruniversitten der jeweiligen Unis nur bestimmte Kontingente. Wenn diese ausgeschpft sind und man so keinen Studiengebhrenerlass bekommen kann, dann ist meistens der Bedarf da, finanzielle Aspekte noch einmal zu hinterleuchten. Auerdem ist es oft so, dass die deutschen Unis die Pltze an ihren Partnerunis einfach nur fllen wollen. Es spielt aber meiner Meinung nach auch ein entsprechender Wohlfhlfaktor eine groe Rolle. Es bringt mir nichts, wenn ich eigentlich ein stdtischer Typ bin und auf einmal an der Partneruni im lndlichen, sdlichen Illinois studieren soll. Wenn die Partneruniversitten meiner Uni fr mich persnlich nicht in Frage kommen, habe ich trotzdem noch andere Mglichkeiten. Man muss sich dann fragen, wozu man finanziell in der Lage ist und was man mit dem Auslandsstudium bezwecken mchte. Will man sich fachlich weiterbilden, sprachlich oder auf beiden Ebenen? Vielleicht will man auch seinen Freizeitinteressen gerecht werden.

Wann sollte man mit Ihnen in Kontakt treten, wenn man plant, ein Auslandsstudium in den USA oder Kanada zu machen?

Lars Zimmermann: Wir haben jetzt Mitte Mai und wenn man im Herbst an eine amerikanische Universitt gehen mchte, wre das noch mglich. Das Entscheidende ist dann nur, wie viel man schon an Dokumenten vorbereitet hat. Man muss zum Beispiel an Sprachtests denken und den Termin beim Konsulat. Am besten fngt man aber schon lnger als ein Jahr im Voraus mit der Planung an, weil man dann aufgrund der individuellen Hintergrnde schon konkret besprechen kann, was das persnliche Ziel ist und welche sonstigen Rahmenbedingungen noch zu schaffen sind, damit alles gut funktioniert. Es ist von Vorteil, schon frhzeitig die Zusage der amerikanischen Uni zu haben, damit man fr eventuell anstehende Prfungen in Deutschland und fr andere Dinge, die noch zu erledigen sind, den Kopf frei hat. Es kommt also immer sehr auf den individuellen Hintergrund an. Je frher desto besser.

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