Seit dem frhen Vormittag ist das chemische Institut an der Gerhard-Domagk-Strae evakuiert. Eine hochexplosive Mischung aus einer Natrium-Kalium-Legierung und Dichlormethan sorgt weiterhin fr einen Groeinsatz der Bonner Polizei und Feuerwehr. 110 Mitarbeiter des Kekul-Institut fr Organische Chemie und Biochemie mussten das Gebude rumen.

Die Feuerwehr, die mit 30 Einsatzkrften der Wachen 1 und 2 sowie der Umwelteinheit der Bonner Feuerwehr ausgerckt ist, rumte zunchst das komplette Gebude und sperrte das Gelnde grorumig ab. Der Betrieb in der Anorganischen Chemie am Campus Endenich konnte weiterlaufe.

Versehentlich hatte ein Mitarbeiter einer Natrium-Kalium Lsung Dichlormethan zugesetzt. Dichlormethan ist bekannt fr seine heftige Reaktion mit Kalium und anderen Alkalimetallen.

Mithilfe eines Spezialroboters versuchen Einsatzbeamte derzeit, die gefhrliche Mischung abzusaugen und unschdlich zu machen. Ein Versuch, die Mischung in einem Nebenraum herunterzukhlen, scheiterte an der Wandmontage des Behlters.

Dichlormethan ist eine farblose, schwer brennbare Flssigkeit. Es dient unter anderem als Abbeizmittel fr Lacke und Lsungsmittel fr Fette und Kunststoffe und wird als Kltemittel in Khlaggregaten (Khlschrnken) eingesetzt. Im Modellbau ist es eines der gebruchlichsten Klebstoffe fr Acryl.


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