Die Idee, die dahinter steckt, ist ganz simpel: Um Konflikte in der Bibliothek zu vermeiden, hat sich die Universitts- und Stadtbibliothek in Kln etwas berlegt. Sie fhrten die sogenannten Pausenscheiben fr den Lesesaal ein. Sie bewirken, dass sich die Studenten fr 30 Minuten von ihrem Platz entfernen knnen, ohne dass dieser durch jemand anderen besetzt wird.

Konzipiert sind die Pausenscheiben wie Parkscheiben. Muss der Student seinen Platz verlassen, kann er die Scheibe auf die bestehende Uhrzeit stellen. 30 Minuten lang hat er nun die Mglichkeit wieder seinen Platz aufzufinden. Ist dies nicht der Fall, kann er durch andere besetzt werden.

Doch was genau soll das eigentlich bringen? Es soll dazu beitragen, dass weniger Konflikte unter den Studenten ausgetragen werden. Doch: Kann die Neuerung das wirklich gewhrleisten? In den meisten Fllen werden sicherlich trotzdem Streitereien stattfinden, auch wenn es durch eine Pausenscheibe geregelt werden soll. Wenn jemand streiten will, dann tut er es auch.

Ebenso ist es verwunderlich, dass ein Student, der wirklich lernen will, 30 Minuten lang nicht anwesend ist. Sicherlich ist es jedem bewusst, dass man sich fr einige Minuten entfernen kann, weil man etwas kopieren mchte oder hnliches. Doch jeder Student, der lnger weg ist, sollte sich berlegen, ob er seinen Platz nicht lieber jemand anderen berlassen will. Schlielich gibt es Studenten, die fr Prfungen lernen mssen.

Zudem ist es momentan schwierig einzuschtzen, ob der Parkschein eine sinnvolle Idee ist. Die Bibliotheken und Lesesle sind noch relativ ruhig und wenig besucht. Um herauszufinden, ob die Pausenscheiben wirklich etwas verndern knnen, muss man auf den Andrang gegen Semesterende warten. Dann ist die Zeit, wo alle Studenten etwas fr ihre Hausarbeit brauchen.

Wie selbst durch Studenten besttigt, scheint die Idee nicht groen Gefallen zu finden. Entweder mchte man keine Pausenscheibe auf seinen Platz legen oder sieht keinen Sinn darin. Im Groen und Ganzen scheint die Idee der Pausenscheibe nicht besonders wirksam und sinnvoll zu sein. Doch lassen wir uns berraschen, was passiert, wenn die Massen an Studenten kommen!

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