Facebook das laufend wegen mangelndem Datenschutz in den Schlagzeilen prsente Internetportal hat ein neues Mitglied: Die Universitt zu Kln.

Das weltweit wohl bekannteste und meistgenutzte soziale Netzwerk hat offensichtlich verschiedene Facetten. Es verkrpert einerseits die Intimsphre-freie Partnerbrse, auf der man seine neusten Partyfotos vom Wochenende mit seinen unzhligen Freunden teilt. Aber andererseits ist es auch eine Plattform, die serise Unternehmen fr sich entdeckt haben.

So hat sich auch unsere Uni nicht lumpen lassen und geht mit der Zeit. Hauptzielgruppe sind Studenten und junge Menschen, die es in naher Zukunft werden wollen. Die Facebook-Prsenz stellt sowohl eine erste Anlaufstelle zum Kennenlernen als auch ein neues Medium dar, um permanent auf dem laufenden zu bleiben.

Die Seite ist in etwa so aufgebaut wie die Homepage der Universitt. Gleiche Farben, gleiches Design aber auch der gleiche Inhalt? Aufgrund der groen hnlichkeit kann man sich fragen, ob die Homepage alleine nicht auch gengen wrde. Viel hilft bekanntlich nicht immer viel. So beklagt sich auch ein User auf der Pinnwand, dass es zu viele Anlaufstellen mit teilweise widersprchlichen und veralteten Informationen gebe. Man denke an Klips, Ilias, die offizielle Homepage und nun auch noch das Facebook-Profil. Auf diesen Kommentar folgte allerdings prompt eine Antwort der Uni mit der Bitte um Verbesserungsvorschlge und dem Hinweis, dass an diesem Problem bereits gearbeitet werde. Kontakt mit den Usern wird somit von Seiten der Betreiber augenscheinlich gesucht. Kritik, positiver wie auch negativer Art, wird, wie es aussieht, auch angenommen.

Man findet auf der Pinnwand viel Werbung. Teils angebrachte, wie zum Beispiel von der Uni selbst fr Forschungsprojekte und aktuelle Veranstaltungen oder Mitteilungen des AStA. Teils aber auch fehlplazierte Werbung wie Partynews oder Einladungen auf Poker-Seiten. Dass diese nicht gelscht werden, mag wirklich das einzige Manko sein, das die anfnglich gehegten Zweifel kurz wieder ins Gedchtnis ruft.

Im groen und ganzen handelt es sich aber um eine seris aufgebaute Seite, hnlich der Homepage, auf der man viele ntzliche Infos findet. Zum Teil sogar Dinge, von denen man vorher nicht einmal wusste: Auf der Startseite befinden sich zum Beispiel Links zur Uni Kln auf Twitter oder Youtube. Unter mobil.uni-koeln.de kann man ganz einfach und schnell vom internetfhigen Handy aus einen Lageplan, die Speiseplne der Mensa oder einen Veranstaltungsplan aufrufen. Wirklich super, wenn man mal wieder in der verspteten Bahn sitzt und sich fragt, wo die nchste Veranstaltung nochmal stattfindet. Auerdem bietet Facebook einen einfachen Zugriff, und die Seite ist auch fr Nichtmitglieder einsehbar.

Wem es nicht gefllt, der muss sich auch nicht damit auseinandersetzen. Es wird schlielich niemand mit Spam-Mails zugeschttet oder tglich "angestupst". Fr alle, die viel online unterwegs sind und sich bei Facebook herumtreiben, ist das Profil gar keine schlechte Idee, die sich vielleicht in Zukunft noch besser ausbauen lsst. Wer wei, vielleicht gibt es ja bald schon die Uni Kln als iPhone App.
4.557 Personen gefllt das Profil zumindest schon.

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