Am 01.05.2010 ist Rhein in Flammen. Alljhrlich sorgt die beliebte Groveranstaltung in der Bonner Rheinaue fr viel Vorfreude unter den Besuchern. Dieses Jahr knnte die Vorfreude jedoch durch eine neue Regelung gedmpft werden.

Beim diesjhrigen Rhein in Flammen Festivial in der Bonner Rheinaue werden Selbstversorger ausgeschlossen. Die Veranstalter, die Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (T&C) hat beschlossen, die Mitnahme von Speisen und Getrnken zu untersagen.

Es gelten also die selben Reglungen wie bei der Rheinkultur. Pro Person darf ein Liter Wasser im Tetrapak mitgebracht werden. Sonst nichts. Wir werden keinem Kind, das Flschchen mit Apfelsaft wegnehmen, sagt die Pressesprecherin der T&C, Bettina Schmidt. Den Besuchern aber, die nicht mehr im Kinderwagen geschoben werden, wird bei den Einlasskontrollen alles abgenommen, dass nach Ansicht der T&C nicht auf das Festivalgelnde gehrt.

Dazu gehren Getrnke, Speisen und die sonst bei Rhein Flammen so beliebten Einmalgrills. Gerade diese nmlich seien gefhrlich, sagte der Geschftsfhrer der T&C Tilmann Fleig dem Generalanzeiger. Seiner Ansicht nach zerstren diese Grills das Gras und stellen eine Gefahr fr die Menschen dar. Weiterhin strt sich der Veranstalter an den vielen jungen Menschen, die nicht nur mit ihren Grills die Wiesen zerstren, sondern auch fr die immer grer werdenden Mllberge verantwortlichen seien. Der Vandalismus bei Rhein in Flammen nehme immer weiter zu und dabei wolle man doch eigentlich mehr Familien zu dem Festival locken. Das soll die neue Regelung jetzt schaffen.

Die Veranstaltung selbst bleibt kostenlos. Angeblich stand Rhein in Flammen vor einigen Monaten bereits vor dem finanziellen Aus. Mit Getrnkepreisen von 2.50 fr ein Bier, 2 Euro fr alkoholfreie Getrnke und 1.50 fr ein Wasser, soll die Finanzierung weiterhin gesichert werden.

Die neue Regelung wird dazu fhren, dass sich, wie auch bei der Rheinkultur, viele jngere Leute um das Festivalgelnde herum scharren und dort fr weit verteilte Mllberge und Scherben sorgen werden. Der Aufwand der Mllentsorgung wird durch die Regelung also nicht geringer werden. Das ist uns klar, und das nehmen wir in Kauf, sagt Schmidt. Die Veranstalter wollen an dieser Regelung festhalten, auch wenn sie den Unmut einiger, vorrangig der jngeren Besucher, erregen wird.

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