2009 feiert die Beethovenhalle Bonn ihr 50jhriges Bestehen und bangt zugleich um ihren Untergang. Ihr Abriss wrde zugunsten des Baus eines von der Deutschen Post, der Deutschen Telekom, sowie der Postbank geplanten und gefrderten Festspielhauses Beethoven beschlossen werden. Dieses soll mit einer Symbiose aus modernem Design und perfektionierter Akustik aufwarten. Die Debatte um die Auswahl von integrativen Modellen gegenber dem vollstndigen Abriss oder der Entscheidung fr einen weniger umstrittenen Standort zieht schon das ganze Jahr ber auch ffentlich breite Kreise.

Initiative Beethovenhalle kmpft um den Erhalt

Vehement argumentiert die Initiative Beethovenhalle gegen die Aufgabe des derzeitigen Heimathauses des Beethovenorchesters. Sie hat sich im Sommer dieses Jahres aus Studierenden und Mitarbeitern des Kunsthistorischen Oberseminars von Frau Prof. Dr. Hiltrud Kier an der Universitt Bonn gebildet.

Die Initiative weist insbesondere auf die historische Bedeutung des zudem stadtbildprgenden Baus hin. Vier Mal fanden in der Beethovenhalle die Wahlen des Bundesprsidenten statt, weshalb sie als reprsentativer Ort der Erinnerung an die Zeit Bonns als Bundeshauptstadt erhalten bleiben soll.

Mit Ausstellungen von Fotos zur Entstehungsgeschichte, sowie Fhrungen durch das Bauwerk, versucht man die Geschichte und Bedeutung der bedrohten Halle den Bonner Brgern ins Gedchtnis zu rufen. Auf diese Weise generiert die Initiative Beethovenhalle Untersttzung und Zustimmung seitens der Bevlkerung in Hinblick auf den Erhalt eines der Wahrzeichen der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Politische Stimmen zur Abrissdebatte

Untersttzung bekommt die Initiative Beethovenhalle von den Grnen, welche sich deutlich gegen den Abriss der Beethovenhalle aussprechen: So darf man mit dem historischen Erbe unserer Stadt nicht umgehen., uert sich die kulturpolitische Sprecherin Gisela Mengelberg.

Im schwarz-grnen Koalitionsvertrag ist man sich davon unabhngig einig, diverse Punkte, wie die Finanzierung der Innenausstattung, vor dem Bau des Festspielhauses klren zu mssen. Eine Entscheidung der CDU fr oder gegen den Abriss der Beethovenhalle, sowie zur Einbeziehung der Bonner Brger in diesen Prozess steht noch aus, whrend die Grnen letzteren Aspekt deutlich befrworten.

Sowohl seitens der ehemaligen Oberbrgermeisterin Brbel Dieckmann (SPD), wie auch ihres Nachfolgers Jrgen Nimptsch (SPD) wird ein Liebugeln mit dem Neubau proklamiert. Seit wenigen Tagen vernimmt man diesbezglich aus dem Stadthaus laut dem Generalanzeiger neue Ideen zur Standortproblematik des Festspielhauses. Der Stadtdirektor Volker Kregel (CDU) erwrmt sich fr die Alternative, es nicht auf dem Gelnde der Beethovenhalle, sondern benachbart zum Telekom-Hauptgebude zu errichten. Dies wrde ein Bestehen beider Konzerthuser ermglichen. Zudem betont Kregel in einem Interview bei Radio Bonn-Sieg: Auf dem Weg zum Festspielhaus mssen und wollen wir die Menschen mitnehmen.. So mchte er die Thematik der Beethovenhalle in Brgerbefragungen zur Haushaltskonsolidierung integriert wissen.


Hier knnt ihr lesen, welche Meinung Bonns Brger zur Thematik "Beethovenhalle" haben.

Artikel drucken