Das Verwaltungsgericht Kln strkt mit seinem jetzt ergangenen Beschluss der Unteren Denkmalbehrde der Stadt Bonn den Rcken in der Auseinandersetzung mit den Metropol-Eignern. Denn der Antrag der Eigentmer, dass ihr Widerspruch gegen die stdtische Ordnungsverfgung zum sofortigen Wiedereinbau der Bestuhlung im Groen Saal wieder aufschiebende Wirkung erhlt, hat das Gericht abgelehnt. Das heit, dass die Sthle sofort und nicht erst nach Abschluss des Widerspruchs- und eines etwaigen Klageverfahrens wieder eingebaut werden mssen. Die Eigentmer hatten die Kinosthle im Groen Saal ohne Genehmigung der Unteren Denkmalbehrde entfernt. Die Stadt sah sich zu sofortigem Handeln veranlasst.

Wir fhlen uns durch den Beschluss des Verwaltungsgerichts in unserer Rechtsauffassung und unseren Bemhungen besttigt, das Denkmal Metropol im Rahmen der uns zur Verfgung stehenden Mittel zu erhalten, kommentierte Rechtsdezernent Dr. Volker Kregel den Gerichtsbeschluss. Diese Entscheidung besttige auch die gute Fach- und Sachkompetenz der zustndigen stdtischen Mitarbeiter.

Die Klner Richter halten die angefochtene Ordnungsverfgung fr rechtmig und bescheinigen der Stadt, dass die sofortige Vollziehung im ffentlichen Interesse zu Recht angeordnet hat. Die Richter fhrten aus, dass das Metropol als Lichtspielhaus in die Denkmalliste eingetragen sei und in der Begrndung sei ausdrcklich der Kuppelsaal hervorgehoben. Dass zu einem derartigen Vorfhrsaal auch eine entsprechende Bestuhlung gehrt, bedarf keiner weiteren Darlegung, betonen sie. Sie bescheinigen der Unteren Denkmalbehrde darber hinaus auch die Notwendigkeit, in diesem Fall einzuschreiten, um ihre Autoritt zu wahren und bei eventuellen weiteren Versten gegen das Denkmalschutzrecht entsprechend vorgehen zu knnen.

Die Stadt hatte ihre Ordnungsverfgung vom 29. August mit der Anordnung der sofortigen Vollziehung versehen und gleichzeitig ein Zwangsgeld fr den Fall verhngt, dass die Eigentmer der Aufforderung zum sofortigen Wiedereinbau der Kino-Bestuhlung nicht nachkommen. Ein Widerspruch hat in solchen Fllen nicht die sonst bliche (aufschiebende) Wirkung, dass die Behrde fr die Dauer des Widerspruchs- und eines etwaigen Klageverfahrens ihre Bescheide nicht durchsetzen darf.

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