Bundesweit liegt man mit 10,12 Geburten pro tausend Einwohner auf Platz drei in NRW sogar auf eins. Da stellt sich doch die Frage nach dem Warum. Gute Luft und fruchtbare Bden gibt es auch woanders.

Eine Erklrung fr dieses Phnomen, knnte allerdings eine krzlich erschienene Studie des Bundesamtes fr Bauwesen und Raumordnung (BBR) sein. So stellte sich heraus, dass Bonner Mnner durchschnittlich zwei Jahre lter werden, als ihre Artgenossen. Grund dafr seien die gute medizinische Versorgung, wie die gesnderen Berufe im Bonner Raum. Im Klartext heit das, dass in der Universittsstadt mehr Akademiker und Beamte arbeiten. Diese wurden in den vergangenen 50 Jahren scheinbar nicht so hart rangenommen, wie ihre kohleverschmierten Kollegen aus den Stollen des Ruhrgebiets. Kein Wunder also, dass in Bonn mehr Kinder zur Welt kommen; sind Akademiker doch oft lnger zuhause und nach der Arbeit krperlich nicht so erschpft.

Durchaus plausibel knnte auch eine andere Statistik sein. Denn nicht nur, dass in Bonn Mnner lter werden und mehr Kinder zeugen nein, auch im Tourismus stellt die Bundesstadt neue Rekorde auf. So hohe Besucherzahlen, wie im vergangenen Jahr, gab es schon seit 1992 nicht mehr. Museen, Restaurants, Hotels - alle verbuchten sie tiefschwarze Zahlen. Die Zahl der bernachtungen stieg sogar um 10% an. Demnach blieb jeder Gast durchschnittlich 1,9 Tage lang und gab fast 95 Euro aus kleinere Geschenke oder eine gute Flasche Champagner sind dafr locker drin.

Erschreckend, wenn man sich berlegt, dass der Tourismus den Bonnern so nicht nur mehr Geld beschert, sondern auch den Entbindungsstationen eine hhere Einsatzbereitschaft abverlangt. Eine Studie ber die Kontaktfreudigkeit von Rheinlnderinnen ist derzeit noch nicht bekannt.

So werden Strche, mit Babys im Schlepptau, weiterhin auf Bonn fliegen. Egal, ob auf der Durchreise oder um zu nisten. Fakt ist, dass daran auch die Vogelgrippe nichts mehr ndern wird. Zwar besteht immer noch die Stallpflicht, doch bekanntlich bauen Strche ihre Nester auf dem Dach.

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