Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) hat heute in Bonn klargestellt, dass Gerchte von einer Todesstrafe fr Haustiere wegen der Vogelgrippe reine Panikmache sind, von der sich die Brger nicht anstecken lassen sollten. DJV-Prsident Jochen Borchert betonte: "Jger haben es jetzt keineswegs verstrkt auf frei laufende Katzen und Hunde abgesehen." Einen Leinenzwang fr Hunde und eine Hauspflicht fr Katzen in ausgewiesenen Vogelgrippe-Sperrbezirken begrt der DJV. Auf Lnderebene gibt es derartige Verordnungen seit Ende Februar in Bayern sowie in Mecklenburg-Vorpommern. Baden-Wrttemberg setzt seine Anordnung heute in Kraft.

"Leinenzwang fr Hunde und Hauspflicht fr Katzen in Sperrbezirken sind wichtig, um eine bertragung des Virus H5N1 auf Nutztiere wie Gnse, Puten, Enten oder Hhner zu verhindern", erluterte Borchert. Wer Haustiere trotzdem frei laufen lsst, msse mit einem Bugeld rechnen, so der Jgerprsident, der gleichzeitig vor Hysterie warnte: "Die Vogelgrippe ist immer noch eine Tierkrankheit. Es besteht kein vernnftiger Grund, seine Haustiere im Tierheim abzugeben oder gar auszusetzen." Mancherorts herrschten bereits Notzustnde in Tierheimen.

Das Risiko an der alljhrlich auftretenden menschlichen Grippe zu sterben ist in Deutschland wesentlich hher als die Gefahr durch H5N1: Nach Angaben des Gesundheitsamtes Nordrhein-Westfalen sind allein in der Grippe-Saison 2004/05 bundesweit rund 20.000 Menschen gestorben. Seit dem Auftreten von H5N1 vor neun Jahren sind dem Virus weltweit 92 Menschen zum Opfer gefallen.

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