Papst Benedikt XVI. hat Bundesprsident Horst Khler am Freitagmorgen in Bonn einen Hflichkeitsbesuch abgestattet. Bei dem Gesprch ging es um die Situation der Jugend in Deutschland, die Strkung des Glaubens und internationale Fragen, wie Khler im Anschluss vor Journalisten sagte. Vor der Villa Hammerschmidt warteten Tausende Brger und Weltjugendtagspilger hinter den Absperrgittern. Die Menschen jubelten dem Papst und dem Bundesprsidenten zu, als die beiden nach dem Gesprch durch den Park der Residenz gingen.

Der Bundesprsident stimmte nach eigenen Worten mit dem Papst darin berein, dass es "Globalisierung fr alle" geben msse. Eigene Empfehlungen habe er dem Kirchenoberhaupt nicht gegeben. "Es ist nicht an mir, Ratschlge zu erteilen", betonte Khler. Der Papst berreichte ihm als Gastgeschenk die historische Darstellung eines Mosaiks mit dem Kolosseum in Rom. Der Bundesprsident revanchierte sich mit dem Gutschein fr ein klassisches Konzert mit deutschen Musikern in Rom.

Nach dem 50-mintigen Besuch in der Bundesstadt wird das Kirchenoberhaupt in der Klner Synagoge der Opfer des Holocaust gedenken, am Mittag mit zwlf Teilnehmern des Weltjugendtags essen und am Abend mit Reprsentanten anderer christlichen Kirchen sprechen. Khler hatte vor dem Treffen zu Journalisten vor der Villa Hammerschmidt gesagt: "Der Weltjugendtag ist eine Demonstration, dass die katholischen Christen keine Minderheit sind." Ein solches Treffen tte auch der evangelischen Kirche gut, so der Protestant. Unterdessen ging das Jugendtreffen mit Domwallfahrt und Katechesen in 30 Sprachen an 250 Orten im Erzbistum Kln weiter.

Artikel drucken