Rund 4.000 Anrufe gehen derzeit tglich im Call-Center des Weltjugendtags ein, mit steigender Tendenz. An Spitzentagen wenden sich bis zu 6.000 Anrufer an die etwa 100 freiwilligen Mitarbeiter, die in den fnf WJT-Sprachen Rede und Antwort stehen. Klingelte das Telefon im gesamten August 2004, als die Hotline eingerichtet wurde, 393 mal, steigerte sich die Anzahl der Anfragen auf 23.223 im vergangenen Juli.

Die Art der Anfragen hat sich seither verndert. Ging es anfangs noch um allgemeine Fragen zum WJT, tauchen nun auch ganz akute Probleme auf. Freiwillige und erste Pilger, die am Bahnhof stehen und nicht weiter wissen, rufen ebenso an wie Brger, die ber Straensperrungen verrgert sind. Manchmal mssen die Helfer an den Telefonen dabei als regelrechte Blitzableiter herhalten.

In 90 Prozent der Flle knnen die Call-Center-Freiwilligen direkt weiterhelfen, ansonsten leiten sie die Anfragen sofort an die zustndigen Bereiche weiter, damit von dort aus die notwendigen Manahmen in die Wege geleitet werden knnen.

Die Hauptarbeit aber kommt auf das Callcenter noch zu. Mit dem offiziellen Start des WJT am kommenden Montag sind die Telefone rund um die Uhr besetzt. Derzeit werden Anrufe nur von 8 bis 20 Uhr entgegen genommen. Und weil sich im Callcenter nicht nur Freiwillige und Pilger melden, sondern auch die Anrufe der Notfallnummer dort ankommen, ergnzen ab Montag drei Feuerwehrleute nebst bersetzern das Team, damit sofort die richtigen Ansprechpartner zur Verfgung stehen, wenn auslndische Gste nach einem Unfall nicht die offiziellen Notrufnummern 110 und 112, sondern die Hotline des WJT anrufen.

Ab und zu erreichen auch ganz ungewhnliche Fragen die Helfer per Telefon und per E-Mail. So wollte ein Anrufer wissen, ob er gegen Bezahlung einen besonders guten Platz direkt neben dem Papst auf dem Marienfeld reservieren knne. Diesen Service" konnten die Call-Center-Mitarbeiter allerdings nicht bieten.

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