Eigentlich war es nicht unsere Absicht, in die ffentliche Diskussion um die Schden in der Rheinaue einzugreifen. Vielmehr beabsichtigten wir, mit den entsprechenden mtern und Zustndigen die Lage in Ruhe zu errtern, um eine einvernehmliche Lsung zu finden. Durch die mittlerweile vollkommen berzogene und unsachliche Darstellung in einigen Medien und entsprechende Kommentare einiger Personen, sehen wir uns nunmehr doch gezwungen, etwas zu eben jener Diskussion beizutragen.

Zuerst mchten wir wiederholen, was wir bereits am Veranstaltungstag mitgeteilt haben. Wir bedauern den Zustand der Rheinaue sehr, denn wir veranstalten die RhEINKULTUR dort seit nunmehr 24 Jahren und das Wohl und Wehe des Parks bewegt uns unmittelbar. Leider ist es nicht mglich, eine Groveranstaltung wie die unsere nach den sinnflutartigen Niederschlgen, die uns zum Ende der Aufbauwoche heimsuchten, ohne sichtbare Folgen fr den Park durchzufhren. Wir haben trotz dieser beraus widrigen Umstnde alles versucht, um mit dem Park im Rahmen unserer Mglichkeiten so schonend wie mglich umzugehen. So wurde in den Backstagebereichen Plywood (extra fr diese Zwecke entwickelte Holzplatten) verlegt, wo sich die Busse und Trucks von Bands und Technik bewegten und parkten. Auch auf angegriffenen Bereichen der Blumenwiese wie etwa vor der blauen Bhne wurden diese Platten verlegt. Am Vortag der RhEINKULTUR wurden in Zusammenarbeit mit TK-Umweltdienste Pftzen von der Blumenwiese abgesaugt, um den Abtrocknungsvorgang zu untersttzen und beschleunigen. Ebenfalls im Vorfeld der Veranstaltung haben wir zahlreiche Stellen mit Sand ausgebessert. Bands und Zulieferer wurden eindringlich auf vorsichtige und umsichtige Einfahrt in die Rheinaue hingewiesen. Auf die manahmen wie Einzunung von Beeten, die wir seit weit ber einem Jahrzehnt bereits vornehmen, sei hier nur kurz hingewiesen. Wir sind uns im Klaren darber, dass all dies den Park nicht vor Schden bewahrt hat, denken aber, dass es eindeutig zeigt, wie bemht wir sind, um das Gelnde zu schtzen, in dem wir uns seit fast einem Vierteljahrhundert zuhause fhlen.

Die RhEINKULTUR Organisation und das Produktionsteam verwahren sich ausdrcklich gegen die durch den Bltterwald geisternden Vorwrfe. Seien dies nun "Verwstung" oder "Vadalismus, die "Willkr oder "Bswilligkeit suggerieren. Eine haltlose Mutmaung wie "Gabelstaplerrennen entbehrt nicht nur jeglicher Grundlage, sondern kann unsererseits nur als Provokation und Versuch gewertet werden, die Veranstaltung bewusst in ein schlechtes Licht zu rcken.

Was uns wundert, ist die vllig einseitige Berichterstattung zum aktuellen Thema. Wir haben keine entsprechende Diskussion nach den anderen vllig verregneten Veranstaltungen in der Rheinaue, die im Vorfeld zur RhEINKULTUR stattfanden, verfolgen knnen. Dass groe Teile der Blumenwiese bereits im Frhjahr bei der Produktion von z.B. Rhein in Flammen den Zustand, der nun bemngelt wird, angenommen haben, scheint vllig vergessen zu werden. Wer den Zustand der Wiese nach dem Abbau von Riesenrad etc. gesehen hat, muss sich ber die Vehemenz der aktuellen Diskussion wundern. Diese Unverhltnismigkeit halten wir fr durchaus fragwrdig. Natrlich ist eine bereits angegriffene Wiese sehr anfllig fr weitere Schden und eine Veranstaltung mit ber 140.000 Zuschauern, die ebenfalls mit dem Wetter zu kmpfen hat, wird unmglich ohne Schden abgehen. Das bedauern wir. Aber allein die RhEINKULTUR dafr verantwortlich zu machen, halten wir fr vllig falsch.

Die RhEINKULTUR GmbH wird sich wie beabsichtigt mit den entsprechenden Stellen auseinandersetzen, um die Situation auf Grundlage der existierenden Beschlsse zu diesem Thema zu bewerten. Es gibt Grundlagen und Konzepte, die Veranstalter und Stadt erarbeitet haben und die in Kultur- und Hauptausschuss sowie dem Rat der Stadt beschlossen wurden, auch und vor allem "um die Bedeutung des RhEINKULTUR Festivals fr die Stadt zu unterstreichen". Dazu zhlen auch "zustzliche Manahmen der Stadt, die sich vor allem dadurch rechtfertigen, dass dieses Open-Air-Festival jhrlich bis zu 200.000 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, aber auch aus ganz Deutschland und dem Ausland in die Rheinaue zieht, fr ein jugendliches, dynamisches, zukunftsorientiertes Bonn steht und darber hinaus eine nicht bezifferbare zustzliche Kaufkraft fr den Bonner Einzelhandel bringt."

"Wir sind davon berzeugt, die Diskussion mit den dafr Zustndigen zu einem positiven Abschlu zu bringen und freuen uns auf die 24. RhEINKULTUR, die hoffentlich bei Sonnenschein am 01.07.2006 auf uns wartet", so Holger Jan Schmidt von der RhEINKULTUR GmbH.

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