In nur 55 Tagen ist der rund zehn Meter hohe Hgel auf dem Marienfeld errichtet worden, auf dem am 20. und 21. August 2005 - in 88 Tagen - Papst Benedikt XVI. Vigil und Abschlussmesse des XX. Weltjugendtags 2005 feiern wird. Der Erzbischof von Kln, Joachim Kardinal Meisner, segnete den Hgel und bezeichnete ihn als "Berg der 70 Nationen": "Das erinnert uns an die Delegierten aus 70 Lndern, die hier zu Jahresbeginn die Erde aus ihren Lndern am Fue des Kreuzes Christi niedergelegt haben. Papst Benedikt XVI. habe ich bereits gesagt: ,Heiliger Vater, auf dem Hgel des Marienfeldes stehen Sie gleichsam auf dem Globus.'" Kardinal Meisner rechnet beim Weltjugendtag mit einem tiefen geistlichen Ereignis, das die Sehnsucht der jungen Generation nach Gott zeige: "Wenn man der Jugend weniger gibt als Gott, gibt man ihr zu wenig." In seinem Segensgebet sprach der Erzbischof: "Wie Mose hast du dich, Gott, auf dem Berg Sinai offenbart und ihm die zehn Gebote bergeben . So haben wir diesen Hgel errichtet zu deinem Lob. Hierher kommen die Jugendlichen der Welt, um wie die Weisen aus dem Morgenland dich zu suchen und dich anzubeten."

Rund 5.500 LKW-Wagenladungen waren notwendig, um den Hgel zu errichten. Mit gut 75 Arbeitskrften hat der Generalunternehmer fr das Marienfeld, die Firma Bilfinger Berger AG Hochbau das Projekt umgesetzt. Der Hgel hat eine Grundflche von 15.000 qm und eine obere Flche fr Altar, Sitzpltze usw. von 3.500 qm, um so rund 2.000 Menschen Platz zu bieten. "Wenn wir von hier oben in die Landschaft schauen, hat sich diese sehr verndert: Was frher Feldwege waren, sind jetzt schon gut sichtbare Magistralen - zentrale Transportwege und Versorgungsstandorte whrend der Groveranstaltung", erluterte der Geschftsfhrer der Weltjugendtag gGmbH, Hermann-Josef Johanns. "Der liebe Gott hat hier seine Hand im Spiel und deshalb steht der Hgel jetzt unter einem guten Stern." Als weitere Aufgaben nannte Johanns die Fortsetzung des Wegebaus, die Trinkwasser- und Stromversorgung, die Licht- und Tontechnik sowie den Altaraufbau." Prlat Dr. Heiner Koch, Generalsekretr des XX. Weltjugendtags, freute sich ber den Fortgang der Bauarbeiten: "Berge sind ein Ort der Begegnung mit Gott. An diesem Ort Marienfeld, der eine lange kirchliche Tradition hat, wird deutlich: Das Beten der Mnche vergangener Jahrhunderte war nicht umsonst. Reichlich drfen wir die Frchte ernten, wenn Tausende junger Menschen mit dem Papst hier Gottesdienst feiern werden, um so Gott zu begegnen und Gott zu verehren."

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