"Man darf am Wetter nie verzweifeln, solang noch ein blauer Fleck am Himmel steht", rt der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer bei schlechtem Wetter. Obwohl er schon seit mehr als 150 Jahren tot ist, haben seine Worte heute noch Bestand. Denn unter dem gleichen Motto fand auch das diesjhrige Green Juice Festival 2013 statt. Die Wetterprognosen fr die " umsonst & drauen"-Veranstaltung waren schlecht. Zu Beginn sah es so aus, als ob das Festival sprichwrtlich ins Wasser fiele. Dann besserte sich die Wetterlage doch und es wurde noch ein groartiger Abend.

Alles neu macht der Herbst

Das Green Juice Festival fand dieses Jahr erneut in Bonn-Beuel/Neu-Vilich statt. Vorab verkndeten die Veranstalter, dass sie mit einer verbesserten Organisation auf die Wnsche der Besucher eingehen wollen. " Es gibt neue Stnde wie eine Pommesbude und einen Kafferoller. Wir sind, was Gastronomie angeht, fr alle Flle gerstet", sagte Veranstalter Julian Reininger vorab im Gesprch mit campus-web.de. Ebenso neu war der Eingangsbereich zum Festival, der nun an der Siegburger Strae lag.

Musikalisch beschritt das Green Juice altbekannte Wege. Neben den verschiedenen Variationen von Rock und Alternative gesellten sich in diesem Jahr auch Country und melancholischer Gitarrenpop dazu. Insgesamt sechs Knstler und Bands spielten auf dem Festival. Das Line-Up war abwechslungsreich, gut aufeinander abgestimmt und machte Spa: Junge Nachwuchsknstler traten neben erfahrenen Hasen auf, Weisheit traf auf Tatendrang. Um das umfassende Programm bewltigen zu knnen, starteten die Veranstaltung sogar schon um 14 Uhr also eine Stunde frher als bisher.

"Ist schon geil hier"

Einlass war um 13 Uhr. Eine Menschentraube von ca. 40 Personen wartete schon vor den Absperrungen. Die berwiegend weiblichen Besucher strmten nach dem Einlass auf das Gelnde und sicherten sich die besten Pltze vor der Bhne. Andere Festivalgnger besuchten den Merch-Stand, um eines der begehrten Festivalbndchen zu ergattern. Die Warteschlange am Stand hielt sich ausgesprochen hartnckig bis in die spten Abendstunden. Langsam fllte sich der Park in Bonn, daran nderten auch die schweren grauen Wolken am Himmel nichts.

Die erste Band des Tages hie Goodbye Majority. Das sind vier Jungs aus Grevenbroich, die mit ihrem Gespr fr melodische Rockmusik schon so einige Nachwuchscontests gewannen. Als Jugendband erffneten sie traditionell das Green Juice Festival. Dabei spielten Goodbye Majority hauptschlich eigene Songs. Die trugen sie energiegeladen und mit viel guter Laune vor. Nach einer kurzen Eingewhnungsphase war auch das Publikum mit an Bord und lie sich von den vier Jungs mitreien. Besonders viel Applaus gab es fr das gelungene Cover von Taylor Swift's "I Knew You Were Trouble". Mit den Worten "Ist schon geil hier!" verabschiedete sich die Band glcklich von der Bhne.

Proberaum vs. Party

Zwischenzeitlich hat es angefangen zu regnen. Viele Besucher stellten sich unter, einige trotzten den kalten Schauern mit Regenschirmen und Tanzeinlagen. Nach wenigen Minuten zogen die grauen Wolken jedoch weiter und es wurde wieder trocken. Kurz darauf kam The Black Sheep auf die Bhne. Das Mdchen-Quartett aus Kln schlug eher ruhige Tne an, mit der einen oder anderen rockigen Ausnahme. Zwischen ihren Songs unterhielt die Band das Publikum mit Geschichten und Gesprchen. Das groe Festival-Gelnde fhlte sich an wie ein kleiner Proberaum in ganz privater Atmosphre.

Das genaue Gegenteil davon war der Auftritt der Ulmer Band Benzin. Schon beim ersten Song gingen sie in die Vollen und riefen das Publikum zum Party machen auf. Ihr Sound - eine gute Mischung aus Rock und Punk - erzwang frmlich Bewegung. Whrend also Benzin auf der Bhne rockten, tanzte das Publikum. Schnell formten sich Circle Pit und Wall of Death. Selbst der erneut einsetzende Regen konnte die gute Stimmung bei den Besuchern nicht trben. Bevor Benzin von der Bhne gingen, sangen alle Besucher noch ein Stndchen fr den Sohn von Frontmann Sebastian, der Geburtstag hatte.

Im zweiten Teil unseres Konzertbericht erfahrt ihr mehr ber Tom Beck und seine Liebe zur Musik, die Hamburger Band Herrenmagazin, die mit ihrer Musik ein ganzes Festival in ihren Bann und den Headliner des Abends blackmail. Hier geht es zum zweiten Teil

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