Nach jedem Auftritt wurde die Bhne umgebaut. Whrend der Wartezeit konnten sich die Besucher an verschiedenen Stnden aufhalten.. So war es mglich, seine eigene Postkarte zu gestalten und "Mario Kart" auf dem Nintendo 64 anzuspielen. Vor und nach den Auftritten wurde auerdem Moderator Benedikt Breuers aktiv. Nach seiner Premiere im letzten Jahr fhrte er auch 2013 wieder gekonnt eloquent durch das Programm.

Der nchste Knstler, den er ansagte, war Tom Beck. Der Schauspieler verffentliche schon 2011 seine erste Single und ist seit seiner Kindheit Musiker mit Leib und Seele: "Zuerst war ich Musiker. Ich habe schon mit fnf Jahren angefangen erste Akkorde auf dem Akkordeon zu spielen", sagte er im Interview mit campus-web.de. Das merkten die Zuschauer bei seinem Auftritt auch. Zusammen mit seiner Band spielte Tom Beck entspannte Country-Musik. Die Cowboyhte und Sonnenbrillen passten dann auch perfekt zu der sich bessernden Witterung. So einfach war das: Sonnige Musik fhrte zu einem sonnigen Wetter.

Schne, aber traurige Musik

Langsam nherte sich das Festival dem Schlusssprint. Mit der Band Herrenmagazin ging es um kurz vor 20 Uhr weiter. Der Auftritt der vier Jungs aus Hamburg unterschied sich stark von den vorherigen Knstlern. Sie spielten weder kurzweiligen Gute-Laune-Pop noch energiegeladene Rock-Musik. Ihr Klang lie sich irgendwo zwischen deutschem Rock-Pop und Indie verorten. Ihre Texte waren jedoch die Herzstcke eines jeden Songs. Schn aber traurig so lautet das musikalische Motto von Herrenmagazin. Mit ihrem Sound zogen sie das gesamte Green Juice Festival in ihren Bann. Andchtig lauschten die Besucher Snger Deniz, der mit viel Liebe und Gefhl die Songs vortrug.

Bevor der letzte Auftritt des Tages ber die Bhne gehen konnte, betraten die Veranstalter selbige und richteten einige Worte an die Besucher. Sichtlich geschafft, aber mit Stolz in der Stimme freuten sie sich ber die vielen Besucher trotz schlechten Wetters. Mit vielen Danksagungen und der Auslosung der Tombola verabschiedeten sich die Organisatoren schon nach zehn Minuten wieder und machten den Weg frei fr den Headliner des Abends: blackmail.

Mchtige Gitarrenriffs in einer Sptsommernacht

Die setzten direkt zu Beginn ein Ausrufezeichen und spielten mit "Impact" einen der herausragenden Songs vom neuen Album "//". Die schwere Bassline durchzog den ganzen Park und war selbst am anderen Ende des Gelndes noch zu hren. "Lasst uns die Nachbarn wecken!", brllte Snger Mathias passend zwischen den Songs in sein Mirko. Die Besucher lieen sich von der Energie der Band mitreien und gaben noch einmal alles. Trotz khler Temperaturen zogen sich einige hartgesottene Musikfans zu stark instrumental geprgten Songs die T-Shirts aus. Mchtig schwebten die Gitarrenriffs ber dem Park. Damit endete das Green Juice Festival 2013 in einer frischen Sptsommernacht.

Insgesamt war das "umsonst und drauen"-Festival auch in diesem Jahr ein Erfolg. Mehr als 7000 Besucher zhlten die Veranstalter, damit wurde das Niveau vom vorherigen Jahr gehalten. Auerdem verbesserte sich die allgemeine Organisation: So kam eine neue Bhne zum Einsatz, das Einlasssystem wurde verbessert und viele neue Stnde versten die Wartezeit. Einzig und allein das Wetter war ein Kritikpunkt. Aber wie sagte schon der amerikanische Autor Mark Twain: "Jeder schimpft auf das Wetter, aber keiner tut etwas dagegen."

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