Vorwrts immer, rckwrts nimmer: So oder so hnlich lautet vermutlich das Motto der Veranstalter des Green Juice Festivals Julian, Felix, Simon, Daniel und Johannes. Zum sechsten Mal findet am Samstag in Bonn-Beuel/Neu-Vilich das kostenlos & drauen Festival statt. campus web hat mit ihnen ber das vergangene Jahr, die Neuerungen auf dem Festival und das diesjhrige Line-Up gesprochen.

campus-web.de: In der Retrospektive: Wie war das letzte Green Juice Festival?

Julian: Top! Super Wetter, hat alles gut geklappt. Wir haben auerdem viel dazu gelernt.

Johannes: Im letzten Jahr ist viel passiert. Das letzte Green Juice war ein voller Erfolg, viele Besucher, keine Beschwerden, nix passiert super. Darber hinaus haben wir im letzten Jahr auch endlich unsere Firma gegrndet: die Forsik Entertainment UG. Dadurch sind wir nun rechtlich besser abgesichert, wenn es einmal Probleme gibt. Zum anderen wollen wir mit der Firma nun auch mehr Veranstaltungen organisieren, besonders in Bonn und der Region. Wir haben den Anspruch Kulturfrderung zu betreiben, indem wir einerseits grere Bands nach Bonn holen, die hier sonst nicht spielen wrden. Andererseits wollen wir eine Plattform fr junge Knstler aus der Region bieten, wo sie sich einem greren Publikum prsentieren knnen.

Simon: Wir haben uns dieses Jahr auch verstrkt. Mit Daniel haben wir einen angehenden Meister der Veranstaltungstechnik an Board, der fr noch ein bisschen mehr Professionalitt sorgt.

Ju: Darber hinaus haben wir dieses Jahr noch einmal die Planung verbessert. So sind wir schon am Montag in unser Veranstaltungsbro auf dem Festivalgelnde gezogen. Die Jahre davor haben wir das immer erst mittwochs gemacht. Auch andere Sache wie die Einweisung der Helfer und die Lieferungen von Zunen und Toiletten sind nun komplett durchgeplant. Wir hoffen, dass die ganze Phase kurz vor dem Festival damit entspannter wird.


cw: Was gibt es denn Neues auf dem Festival?

Ju: Vieles. Wir haben z.B. eine neue Bhne.

Daniel: Das ist so ein Ding, wie man sie auch in der Fugngerzone sieht: Eine Trailerbhne, die ausgeklappt wie eine professionelle Stage aussieht.

Ju: Die neue Bhne ist wesentlich grer als unsere alte, bietet sicheren Schutz vor Regen und sieht einfach besser aus. Auerdem haben wir die Position der Stage etwas in Richtung Parkmitte verndert, weg vom Eingang. So haben die Besucher von jeder Ecke aus guten Klang.

Jo: Der alte Truck ist aber nicht weg. Der wird jetzt zum VIP-Bereich umgestaltet.

Ju: Wir haben uns gedacht, dass wir den alten LKW, der schon fnfmal mit dabei war, nicht einfach so abbestellen knnen. Deshalb darf er jetzt wieder mit dabei sein.


cw: Und sonst noch?

Ju: Es gibt neue Stnde und Fressbuden wie eine Pommesbude und einen Kafferoller. Wir sind, was Gastronomie angeht, fr alle Flle gerstet, sozusagen.

Jo: Wir haben auch einen neuen Eingang. Da es immer mal wieder Beschwerden von Anwohnern gab, die sich ber Verschmutzung oder laut feiernde Besucher beklagt haben, wollten wir da etwas ndern. Oft war es jedoch der Fall, dass sich Leute auerhalb des Gelndes nicht benehmen knnen. Daran kann unsere Security natrlich nichts ndern, weil wir auf der Strae kein Hausrecht haben. Das Problem konnten wir jetzt mit dem neuen Eingang beseitigen. Der ist jetzt nicht mehr mitten im Wohngebiet, sondern an der Siegburger Strae. Davor gibt es dann auch einen Sammelbereich mit Mlltonnen.

Ju: Es gibt aber nicht nur Miesepeter. Viele Leute und auch die Stadt Bonn finden gut, was wir hier machen und untersttzen uns dabei.


cw: Wie sieht es mit den Besucherzahlen aus: Ist das Ende der Fahnenstange erreicht?

Ju: Wir drfen auf dem Gelnde bis zu 7,500 Besucher gleichzeitig haben, beim letzten Mal waren es 5,000. Das soll auch so bleiben. Ein kleines aber feines Festival ist unser Motto. Wir wollen nicht ein riesengroes Open-Air-Konzert wie das in den Rheinauen haben, mit 300,000 Besuchern. Dafr haben wir auch gar keine Zeit, da wir ja eigentlich auch alle studieren bzw. eine Ausbildung machen.

Jo: Meiner Meinung nach luft es gut so. Die Gre ist angenehm und familir. Trotzdem knnen wir grere Knstler nach Bonn holen. Das ist eine super Kombination.


cw: Ein paar Worte zum Line-Up?

Ju: Die Organisation war wieder sehr spontan. The Blacksheep z.B. haben angefragt, ob sie bei uns spielen drfen und wir waren sofort begeistert von der Idee. blackmail, Herrenmagazin und Benzin sind ber drei Ecken zu uns gekommen. Tom Beck war der erste Knstler, den wir gebucht haben. Da er ja etwas bekannter ist und seine Musik so schn entspannt ist, haben wir ihn auf 18 Uhr gelegt. Ansonsten ist alles sehr gemischt.

Jo: Wir sprechen mit unserem Line-Up zwar ein etwas lteres Publikum an, aber es ist meiner Meinung nach fr jeden was dabei.


cw: Worauf freut ihr euch denn am meisten am Samstag?

Felix Ich freue mich am meisten auf Benzin und auf wenig Arbeit.

Jo: Bei mir ist es auch Benzin. Der schnste Moment ist fr mich, wenn am Samstag alles steht, die Tore aufgehen und schon mehrere hundert Leute hineinstrmen.

S: Band: Benzin. Ansonsten ist es cool auf der Bhne zu stehen und Danke zu sagen. Wenn man dann alle Leute sieht, die einem Beifall klatschen und das anerkennen, was man macht. Und das Feierabendbierchen, versteht sich.

D: Ich freue mich auf ein paar alte Bekannte, die ich dann endlich wiedersehe.

Ju: Band: Tom Beck, Benzin, blackmail. Ttigkeit: Es soll einfach gut laufen. Ich habe immer Spa daran, wenn das, was man ein Jahr lang gemacht hat, gut luft. Jedoch checke ich dies immer erst eine Woche spter. (lacht) Ich habe wirklich Bock auf all die Leute, die da kommen. Besonders auf die Helfer. Wir haben hier ein enges Verhltnis zwischen Veranstalter-Team und Helfern.

S: Was auch ziemlich geil ist, dass ich viele von den Leute nur einmal im Jahr sehe es sich aber anfhlt, als wren es gerade mal ein paar Tage her.

Ju: Stimmt, das Green Juice ist ein bisschen wie eine Familie.

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