Fnf Freunde msst ihr sein: Julian, Felix, Simon, Christoph und Johannes sind die Organisatoren des Green Juice Festival. Seit fnf Jahren nun findet in Bonn-Beuel/Neu-Vilich das kostenlos & drauen Festival statt. campus web hat mit ihnen ber die Neuerungen, die Zukunft und die freiwilligen Helfer der Veranstaltung gesprochen.

campus web: Die obligatorische Frage am Anfang: Was ist neu auf dem Green Juice Festival 2012?

Julian: Wir haben viele neue Stnde auf dem Gelnde, z.B. Bonn Ticket, Red Bull und drei Fisherman's Friend-Damen, die Kostproben vom neuen Produkt verteilen.

Felix: Auerdem haben wir mehr Dixis und eine grere Beschallungsanlage.

cw: Hat das Green Juice Festival also einen weiteren Schritt in Richtung kommerzielle Veranstaltung zurckgelegt?

F: Nein. Wir mssen ein paar Marken auf das Festival holen, um die Veranstaltung zu finanzieren. Was wir am Samstag einnehmen, geht sofort alles in die Kasse fr nchstes Jahr. Jedoch ist die gesamte Planung, Aufbau und Abbau nicht kommerziell ausgerichtet.

cw: Wie viele Besucher erwartet ihr am Samstag?

Christoph: Wir erwarten im Durchlauf 10.000 die Zahl kann aber je nach Wetterlage schwanken. Gleichzeitig drfen es aber nur 5.000 sein, so die Auflage der Stadt Bonn.

Ju: Wenn es 5.001 sind, wird die ganze Veranstaltung sofort abgebrochen (lacht). Es sollte jedoch kein Problem geben, im letzten Jahr hatten wir ber den ganzen Tag verteilt 6.000 Besucher. Zum Ende hin waren ungefhr 3.000 Menschen gleichzeitig da damit sind wir noch ein gutes Stck unter den Vorgaben.

cw: Ist das Green Juice Festival in euren Augen eher ein lokales Festival oder hat es schon einen Ruf ber die Stadt-/Landesgrenzen hinaus?

Johannes: Ich tippe schon, dass die Hlfte aus Bonn kommt.

Simon: Ich wrde sagen, drei Viertel der Besucher sind aus Bonn und dem Rheinland. Ein Viertel hingegen kommt aus einer Entfernung von 50km oder mehr.

Ch: Ein Beispiel auf Facebook: Dort werden Fahrgemeinschaften in Mnchengladbach und Wiesbaden organisiert mit dem Ziel Green Juice. Letztes Jahr waren sogar Besucher aus Frankreich da.

cw: Das Festival wchst und wchst: Habt ihr schon einen Ausweichplan, wenn es irgendwann zu gro fr Bonn-Beuel/Neu-Vilich ist?

S: Das Green Juice Festival ist ein Teil von Beuel und wird es auch bleiben. Wir blicken von Jahr zu Jahr und machen uns noch keine Gedanken, ber die Planungen eines anderen Festivals. Auerdem gibt es bei den Auflagen noch Luft nach oben, sodass wir noch einige Jahre unser Festivalgelnde nutzen knnen.

F: Wir werden in Zukunft aber kleinere Konzerte, die ber das ganze Jahr verteilt stattfinden sollen, planen. Viele Veranstalter schaffen es nicht, gute Bands nach Bonn zu holen. Deswegen wollen wir jetzt auch mitmischen.

cw: Seht ihr euch als einen Nachfolger der RhEINKULTUR?

Ju: Auf keinen Fall. Klar, das Festival hat frher auch so angefangen. Jedoch wrde die Organisation fr eine zweite Bhne schon unsere komplette Planung sprengen. Bei uns treten sechs Bands auf einer Bhne auf, bei der RhEINKULTUR waren es fnf, sechs Bhnen.

Jo: Ein Nachfolger sind wir nicht. Wir haben uns immer als Alternative gesehen.

cw: Wie viel Arbeit ist es berhaupt so ein Festival zu planen. Hat sich da etwas in den fnf Jahren, die es das Green Juice schon gibt, gendert?

Jo: Die Planung und Organisation eines Festivals ist wie ein Nebenjob, der viel Zeit in Anspruch nimmt und in unserem Fall auch noch uerst schlecht bezahlt wird (lacht). Wir arbeiten das ganze Jahr an der Umsetzung. Pausen gibt es eigentlich nicht selbst eine Woche nach dem Festival geht es schon weiter mit der Planung fr nchstes Jahr.

Ch: Besonders schlimm sind natrlich die vier Wochen vor dem Festival. Das sind die Tage im Jahr, wo ich nicht auf Facebook bin. Auer vielleicht mit dem Handy.

Ju: Natrlich ist der Aufwand ber die Jahre auch gestiegen. Beim ersten Festival haben wir zwei Wochen vorher angefangen zu planen. Zum Vergleich: Damals habe ich drei Mails geschrieben, um alles zu organisieren. Fr dieses Jahr sind es mittlerweile ber 3.000.

cw: Euer Team rekrutiert sich ja nur aus Freiwilligen. Wie knnen Interessierte denn bei euch mitmachen?

S: Man geht dazu einfach auf die Homepage www.green-juice.de und klickt auf das Helfer-Kontaktformular. Dort kann man sich mit Name und E-Mail-Adresse eintragen. Die Anmeldung geht direkt an mich. Wir arbeiten die Helfer dann in die Schichtplne ein.

cw: Was braucht man denn fr Qualifikationen, um bei euch mitzumachen?

Ch:(lacht) Besondere Qualifikationen braucht man keine. Julian sagt immer, man braucht Liebe dafr. Wenn ich mir die Leute hier anschaue, dann sehe ich, dass sie alle mit Herzblut dabei sind. Das ganze Team ist sehr hilfsbereit und es kann auch nicht schaden, Spa bei der Arbeit zu haben. Auf die Organisatoren zu hren ist auch eine gute Voraussetzung.

cw: Wo liegen eurer Meinung nach die Anreize? Warum wrdet ihr euch beim Green Juice Festival als Helfer eintragen?

Ju: Ich fnde es spannend zu sehen, wie ein Festival aufgebaut und geplant wird. Besonders der Moment, in dem der LKW reingefahren kommt, ist beeindruckend. Man fhlt sich auch mit der Veranstaltung verbunden.

Ch: Unsere Helfer sind auch stolz auf ihre Mitarbeit. Einige haben z.B. Bilder von ihrem Backstage-Pass gemacht. Andere wiederum tragen Ehrenamtlicher Helfer beim Green Juice Festival in der Job-Sparte ihres Profils bei Facebook ein.

F: Man fhlt sich der Green Juice-Familie zugehrig. Viele Helfer waren letztes Jahr zum ersten Mal dabei und sind auch diese Mal wieder mit von der Partie. Das sorgt fr ein gutes Arbeitsklima.

cw:Letzte Frage: Worauf freut ihr euch am Samstag am Meisten?

F: Auf das Feierabend-Bier.

Ju: Auf den Moment, wo wir alle auf der Bhne stehen und unseren Applaus genieen knnen

F: mit einem Bier in der Hand (lacht).

Ch: Auf alle Leute, die schtzen, was wir machen, die das cool finden und die sehen knnen, was wir das ganze Jahr organisiert haben.

S: Auf die Fisherman's Friends-Mdchen (alle Lachen).

Jo: Ich freue mich auf den Moment, in dem wir die Tore zum Green Juice Festival 2012 ffnen und es endlich losgeht.

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