"Es ist immer etwas Besonderes wenn der Bundesprsident kommt", sagte Peter Hoffmann, der Pressereferent vom Haus der Geschichte. So war es auch diesmal. Am Montag besuchte das deutsche Staatsoberhaupt zuerst das Alte Rathaus und dessen Hausherrn, Oberbrgermeister Jrgen Nimptsch, um sich in das Goldene Buch der Stadt Bonn einzutragen. Einen Tag danach durfte sich das Haus der Geschichte ber den hohen Besuch freuen. Dort wurde Joachim Gauck mit viel Applaus und herzlichen Worten begrt.

Bewegender Moment im Adenauer-Haus

Der Besuch Gaucks in der ehemaligen Bundeshauptstadt war Anfang der Woche kurzzeitig in Gefahr. Zahnschmerzen plagten den Bundesprsidenten. Aber es wendete sich doch noch alles zum Guten: Gauck kam und im Goldenen Buch blieb keine leere Seite. Am Dienstagnachmittag gehrte auch das Konrad-Adenauer-Haus in Rhndorf zu seinen Zielen. Dort traf sich Gauck mit Mitgliedern der Familie Adenauer. Wie er spter gegenber der Presse betonte, sei dies fr ihn ein sehr bewegender Moment gewesen, da man pltzlich den "Geist" Adenauers gesprt habe.

Den Dienstag hatte der Bundesprsident mit einem Frhstck im Haus "Mllestumpe", in dem behinderte und nicht-behinderte Menschen zusammen arbeiten und wohnen, begonnen. Dann fhrte Gaucks Weg in das Haus der Geschichte. War er zuvor der Presse gegenber eher wortkarg aufgetreten, nutze Gauck diesen Termin um mit den Brgern und Vertretern der Presse ins Gesprch zu kommen.

Gauck betont Bedeutung der Stadt Bonn

Neben unzhligen Autogrammen und vielen Hnden, die geschttelt wurden, war Gauck auch fr Fotos zu haben. Unteranderem posierte er mit einer Schulklasse fr ein "Klassenfoto" der ganz besonderen Art, was in der Abizeitung verffentlicht werden sollte. Kaum wollte er sich der Ausstellung widmen, wurde der Bundesprsident pltzlich Mittelpunkt eines Kindergeburtstages. Ein Zwillingsprchen im Grundschulalter feierte Geburtstag und prompt war Gauck auch hier als Fotomodell gefragt.

Danach jedoch verschwand Joachim Gauck samt Gattin in der Ausstellung. Kurz vor Ende seines Besuches stand er noch einmal Rede und Antwort. Dabei betonte der Bundesprsident die Wichtigkeit der Stadt Bonn. Man knne die Geschichte der Bundesrepublik nicht verstehen, wenn man Bonn nicht kenne, so Gauck. Ebenso wurde er auf das Thema DDR angesprochen: Auf die Aussage, dass viele Jugendliche die DDR nicht kennen wrden, entgegnete Gauck, dass man die jungen Menschen unterschtze. Viele seien gewillt zu lernen und Dinge zu verstehen. Man msse sie nur dabei untersttzen.

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