Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.. Verkauft! dieser Satz fiel am Dienstag, den 29.11.2011, im Bonner Stadthaus besonders oft. Zum letzten Mal in diesem Jahr versteigerte das Fundbro Bonn herrenlose Gegenstnde. Auktionator Karsten Khne brachte im Keller des Stadthauses vieles unter den Hammer: Die Auswahl war gro und reichte von Fahrrdern ber Uhren und Schmuck bis hin zu Kleidung. Interessant war die untypische Relation der Preise. Whrend ein Motorroller fr 35 Euro ersteigert wurde, waren die Auktionsteilnehmer bereit 175 Euro fr eines der hei begehrten Damenrder zu bezahlen.

Eine Mitarbeiterin berichtet von den skurilsten Funden: Einmal wurde eine Marienstatur aus der Kirche abgegeben. Die wurde dann allerdings nicht versteigert. Auch Bargeld in Hhe von 5000 Euro blieb als besonderer Fund im Gedchtnis. Der Finder des Geldes konnte es sich wieder abholen, denn wenn der Verlierer sich innerhalb von sechs Monaten nicht meldet, steht die Fundsache dem Finder zu.

Insgesamt werden jhrlich rund 4500 Gebrauchsgegenstnde im Fundbro abgeben, doch nur 1000 davon werden abgeholt. Somit landen die meisten Fundsachen bei einer der Versteigerungen. Die alle drei bis vier Monate stattfindenden Auktionen sind immer gut besucht und fr viele Besucher eine einmalige Veranstaltung. Der Erls der Versteigerung fliet in die Stadtkasse und wird schon zu Jahresbeginn fest im stdtischen Haushalt eingeplant. Die Versteigerungen der Fundsachen sind im BGB festgelegt, welches am 1. Januar 1900 in Kraft trat, und haben somit eine lange Tradition.

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