Das Green Juice Festival 2011 ist vorbei. Mit einem Knall endet damit die Festival-Saison 2011 in Bonn. Ein super Publikum und coole Bands sorgten fr eine ausgelassene Stimmung an einem fr dieses Jahr auergewhnlichen Sommertag. Wie gut es wirklich war, klrt unser Konzertbericht.

Helfen macht Spa

Am Anfang steht immer die Planung. Schon 2010 planten die Organisatoren rund um Julian Reininger das Green Juice Festival 2011. Es ist vielen nicht klar, dass man fr so eine Sache fast ein ganzes Jahr kontinuierlich arbeiten muss erzhlt er im Interview mit campus web. Wann findet das Festival statt, welche Bands spielen, wer hilft mit? Diese Fragen beschftigten den 17-jhrigen Schler das ganze Jahr ber.

Besonders der verregnete Sommer lie das Schlimmste fr die diesjhrige Veranstaltung erwarten. Dennoch: Pnktlich zu den Aufbauarbeiten besserte sich das Wetter und die Sonne zeigte sich. Auch das Rasenmhen zwei Wochen vorher war mit angenehmen Temperaturen verbunden. Whrend der Rasen von Julian und seinem fnfkpfigen Organisationsteam noch ganz allein gemht wurde, waren fr die Aufbauarbeiten schon mehr helfende Hnde notwendig. Ca. 30 Freiwillige fanden sich am Donnerstag und Freitag im Park von Neu-Vilich ein.

Auf die Frage, warum sie aus freien Stcken heraus in ihren Ferien ehrenamtlich arbeiten, folgte meistens ein Grinsen und eine einfache Antwort: Weil es Spa macht! Ich helfe, weil ich in Krze ein Praktikum als Eventkauffrau mache. Das ist ein guter Einstieg meinte Yvonne. Sie ist extra aus Kerpen angereist. Nicht jeder hat einen so langen Weg hinter sich wie Yvonne die meisten kommen aus Bonn und Umgebung.


Die Aufbauarbeiten dieses Jahr gestalteten sich aufwendiger als noch vor einem Jahr. Grund dafr waren die vielen Neuerungen rund ums Green Juice Festival. So gab es dieses Jahr zum ersten Mal ein geschlossenes Festivalgelnde, das mit Zaun abgesperrt wurde. Auch neu dabei: Bierpilze, ein eingezunter Toilettenbereich und Einlasssysteme, durch die der Zugang zum Gelnde geregelt wurde. Das Helferteam hatte gut zu tun und musste teilweise Sieben-Stunden-Schichten bewltigen, damit am Samstag alles bereit war fr die groe Show.

Cooler Sound gegen die Hitze

Pnktlich um 15 Uhr begann das Green Juice Festival und langsam strmten die Besucher auf das Gelnde des Parks in Neu-Vilich. Erstes Anlaufziel war fr viele der Merchandise-Stand. Es bildete sich eine lange Schlange und Supportbndchen und Shirts wechselten die Besitzer.

Den Anfang auf der Bhne machte die Band Phantomine. Das ist das erste Mal, dass wir vor so vielen Leuten spielen freuten sich die fnf Jungs aus Solingen. Motivation war bei ihnen kein Thema und so schafften sie es, mit guter Laune und stimmungsvoller Musik auch Alternative-Rock genannt die Besucher zu unterhalten. Jeder, der schon einmal auf Festivals gewesen ist, wei, wie schwer das ist.

Nach einem ambitionierten Auftritt verlieen Phantomine sichtlich geschafft aber auch glcklich die Bhne. Es war warm, aber sehr geil. Auf die Frage, ob sie nchstes Jahr wieder hier spielen wrden, wenn sie knnten, gab es eine direkte Antwort: Sicherlich.


Als nchstes waren Lake Cisco dran. Die Band aus Koblenz/Kln trat mit ihrem coolen Sound gegen die Hitze an und sorgte fr Bewegung im Publikum. Erste Moshpits bildeten sich zum Post Progressiv-Sound der Band. Andere Besucher nutzten die melodischen Songs und den charismatischen Gesang von Snger Florian, um sich in der Sonne zu brunen und sich auszuruhen.

Immer mehr Besucher strmten in der Zwischenzeit aufs Festivalgelnde. Da Schatten rar gest war, suchten einige Zuflucht unter Bumen oder nutzten den Schatten der Buden aus. Moderator Heinz erinnerte daran, wie wichtig Trinken ist: Ihr seht dehydriert aus, habt ihr auch alle genug zu trinken? Trinken ist bei so einer Hitze sehr wichtig ermahnte er die Besucher.

Stichwort Trinken: Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals war es dieses Jahr nicht gestattet eigene Getrnke mitzubringen. Die Veranstalter argumentierten, dass man sich mit dem Getrnkeverkauf selbstfinanziert und deswegen darauf angewiesen ist. Die Reaktionen der Besucher waren berwiegend positiv. Neben Verstndnis wurde auch Lob fr die grere Auswahl und die niedrigen Preise ausgesprochen. Getrnke zu verkaufen ist sinnvoll, dann wird auch nicht woanders gespart fasst es ein Besucher zusammen.

Teil 2 des Konzertberichtes klrt ber die verbliebenden vier Bands auf, berichtet von Mobbing-Opfern auf dem Festival und blickt in die Zukunft. Den zweiten Teil gibt es hier.

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