Polizeiprsident Wolfgang Albers stellte am vergangenen Montag, die Verkehrsunfallstatistik 2010 fr den Bonn vor. Insgesamt wurden die Beamtinnen und Beamten der Bonner Polizei 2010 zu 15.144 Verkehrsunfllen gerufen. Das sind 33 Verkehrsunflle mehr
als im vergangenen Jahr. Weiterhin ist das Risiko in Bonn geringer als im Landesdurchschnitt, in einen Unfall verwickelt zu werden.

Insgesamt ist die Zahl der Schwerverletzten und Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erfassung gesunken. Im Jahr 2010 starben fnf Menschen bei fnf Unfllen. 2009 waren es noch 15 Gettete bei 14 Verkehrsunfllen). Auch die Zahl schwerer Verletzungen sank nochmals auf 212. 2010 ging die Zahl der Leichtverletzten bei Verkehrsunfllen nochmals zurck; insgesamt ereigneten sich 1550.

Hauptunfallursache sei weiterhin berhhte und unangepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Der Kampf dagegen sei immens wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit, so Polizeiprsident Wolfgang Albers. Besonders hoch bei Unfllen sei die Zahl junger Erwachsener im Alter von 18-24. Sie ist fast doppelt so gro wie bei der Vergleichsgruppe. Die Anzahl der schwer verletzten Radfahrer verringerte sich deutlich von 86 auf 65. Kontrollen in diesem Bereich waren ein Hauptaugenmerk der Polizei im vergangenen Jahr.


Unfallflucht bei mehr als jedem fnften Unfall

Allerdings erhhte sich die Anzahl der Unfallfluchten um 64 auf 3562. Seit zehn Jahren steigen damit die Flle des unerlaubten Entfernens vom Unfallort leicht, aber kontinuierlich an. Bei mehr als jedem fnften Unfall flchtete einer Unfallbeteiligten., ohne sich um die Folgen zu kmmern. Wolfgang Albers nennt dieses Verhalten sozial schdlich und feige. Es werde nicht mehr hingenommen. Unfallverursacher sollten bedenken: Jeder Zweite Unfallflchtige wird ermittelt. Verlust der Fahrerlaubnis, Freiheits- oder Geldstrafen sind die Folgen." Unfallflucht ist eine Straftat.

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