Die drei Groen

Rheinkultur, Rhein in Flammen und Ptzchens Markt sind die grten, jhrlich wiederkehrenden Massenveranstaltungen in Bonn. Dabei besitzen diese Volksfeste zum Teil hnliche Hchstgrenzen fr die Besucherzahlen wie das Duisburger Veranstaltungsgelnde. So ist der ehemalige Duisburger Hauptgterbahnhof mit etwa 230.000 Quadratmetern Flche fr 250.000 Personen zugelassen.

Die Rheinaue bietet der Rheinkultur sowie Rhein in Flammen mit ihren 160 Hektar Platz fr bis zu 200.000 Menschen. Bei der diesjhrigen Rheinkultur waren zwar nur rund 60.000 Personen zu verzeichnen. Doch zhlt das Event mit durchschnittlich 170.000 Besuchern zu den grten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. 2007 wurde beim 25-jhrigen Jubilum mit etwa 200.000 Gsten der Besucherrekord erreicht.

Auch das alljhrliche Feuerwerksspektakel Rhein in Flammen steht dem in nichts nach. 2010 waren zwar wetterbedingt nur rund 60.000 Besucher gekommen, vorheriges Jahr jedoch ca. 150.000. Ptzchens Markt stellt zwar eine bescheidenere Veranstaltungsflche von ca. 80.000 qm zur Verfgung. Doch die umsatzstrkste Fnf-Tage-Kirmes Deutschlands zhlt dafr knapp ber 1 Mio. Besucher.

Groe Ereignisse Groe Vorkehrungen

Verstndlicherweise stellt sich die Frage, welche Sicherheitsvorkehrungen die Stadt Bonn fr derartige Groveranstaltungen trifft. Das theoretische Rahmenwerk bildet hierbei ein Sicherheitskatalog, in dem smtliche Konzepte zusammengefhrt werden. Dabei sind Stadtverwaltung, Feuerwehr und Polizei mageblich an der Ausarbeitung und Fortschreibung der Manahmen beteiligt.

Rhein in Flammen setzt das musikalische Programm nach dem Feuerwerk fort, um die verlassenden Besucherstrme zu entzerren. Drnglergittersysteme kanalisieren den Zugang zur Stadtbahnhaltestelle am Brckenmarkt. Sogar bauliche Manahmen wurden getroffen an ein berqueren der Autobahnbrcke zur Haltestelle ist nicht mehr zu denken.

Ein entscheidender Unterschied zur Duisburger Koordination ist, dass in Bonn strikt das Prinzip eingehalten wird, keine Manahmen gegen den Willen eines Sicherheitspartners zu beschlieen. Bei aufkommenden Bedenken wird gemeinsam an neuen Lsungen gearbeitet.

So geschehen auch im aktuellen Fall von Ptchens Markt. Zuvor uerte Bonns Feuerwehrchef Stein grte Sicherheitsbedenken- nach neuerlicher berprfung steht nun das neue Sicherheitskonzept. Zustzliche Rettungswege in der Friedenstrae sowie ausgeklgelte Brandschutzmanahmen wurden ins Konzept eingearbeitet. Korrekturen auf dem Festplatzgelnde werden vorgenommen, die Wegbreite wird erweitert und ein Sicherheitsdienst wird die Besucherstrme lenken.

Das sicherste Konzept der Verantwortlichen ist jedoch, dass alle genannten Veranstaltungen nicht wie im Duisburger Fall durch nur einen zentralen Eingang betretbar sind, sondern eine Vielzahl weit verstreuter Zugnge bieten. Mit diesen Manahmen wollen die Verantwortlichen sicherstellen, dass sich bei zuknftigen Groveranstaltungen in Bonn kein Unglck entwickelt.

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