Das Klner Schauspielhaus soll, wie auch das Opernhaus, umfangreich saniert werden. Das hat der Rat der Stadt Kln auf seiner heutigen Sondersitzung beschlossen. Das Stadtparlament entsprach damit den Forderungen eines Brgerbegehrens, das sich gegen den ursprnglich vom Rat am 17. Dezember 2009 beschlossenen Neubau des Schauspielhauses gewandt hatte.

Ziel der Sanierung des Schauspielhauses ist nun das Schaffen einer zukunftsfhigen, hchst funktionsgerechten und eigenstndigen Spielsttte. Unabhngig von der Sanierung des Schauspielhauses sollen die von dem Architektenbro JSWD erarbeiteten Vorschlge zur Sanierung des Opernhauses schnellstmglich umgesetzt werden. Die Opernterrassen werden in die Raumplanungen mit einbezogen. Ein "Runder Tisch" wird den Sanierungsprozess fachlich begleiten.

Neben der Stadtverwaltung sollen u.a. die Intendanten von Oper und Schauspiel, die Brgerinitiative zum Erhalt des Schauspielhauses, der Personalrat der Bhnen sowie andere relevante Gruppen beteiligt werden. Smtliche Sanierungsvorschlge sollen einbezogen werden, die Sparte Tanz wird ebenfalls bercksichtigt.

Zur Erarbeitung der Sanierungsvorschlge (Machbarkeitsstudie) werden 1,3 Millionen Euro zur Verfgung gestellt. Die Stadtverwaltung prft die Machbarkeit und die Realisierungsbedingungen und kalkuliert die groben Kosten einschlielich der Folgekosten fr die verschiedenen Sanierungsvarianten, insbesondere die Hauptvarianten der Initiatoren des Brgerbegehrens und die Variante der Schauspielintendantin.

Auerdem hat der Rat die Verwaltung beauftragt, zgig die vergaberechtliche Situation sowie mit dem Anwalt der Riphan-Erben die Urheberrechtsfrage zu klren und Abstimmungsgesprche mit der Denkmalbehrde zu fhren. Der Rat hatte Mitte Dezember die Bhnen der Stadt Kln mit der Entwurfsplanung fr die Sanierung des Opernhauses und den Neubau des benachbarten Schauspielhauses auf der Grundlage der berarbeitung der ursprnglichen Planung beauftragt.

Die Weiterplanung sollte beinhalten: die Sanierung des Opernhauses, den Neubau des Schauspielhauses am Offenbachplatz, die Sanierung des externen Produktionszentrums und des externen Orchesterprobesaal unter Verzicht auf Ballettproberume. Die Baukosten fr die Realisierung dieses Vorentwurfes wurden von Architekten und externen Kostenprfern auf 289.644.000 Euro (Bruttogesamtkosten) geschtzt.

Gegen diesen Beschluss richtete sich ein Brgerbegehren, ber das der Rat in seiner
heutigen Sondersitzung zu entscheiden hatte. Am 2. Mrz 2010 hatten Vertreter des
Brgerbegehrens "Rettet das Schauspielhaus" Oberbrgermeister Jrgen Roters nach
eigenen Angaben rund 30.500 Unterschriften bergeben.

Am 17. Mrz 2010 reichten die Initiatoren nach eigenen Angaben weitere 23.000 Unterschriften bei Stadtdirektor Guido Kahlen ein. Von den am 2. Mrz bergebenen Unterschriften waren 23.288 gltig. Damit war bereits das erforderliche Quorum fr das Brgerbegehren mit der Fragestellung "Soll das Klner Schauspielhaus erhalten und saniert werden" erfllt, so dass die weiteren eingereichten 23.000 Unterschriften nicht mehr berprft wurden. Nach Vorprfung der Verwaltung sind alle formellen Kriterien zur Zulssigkeit eines Brgerbegehrens erfllt. Der Rat schloss sich der Rechtauffassung der Verwaltung an und erklrte das Brgerbegehren einstimmig fr zulssig.


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