Rhein in Flammen 2010: Wie auch bei der Rheinkultur mssen seit diesem Jahr auch bei Rhein Flammen mitgebrachte Getrnke und Lebensmittel drauen bleiben. Damit will die Stadt Mllberge und Randale vermeiden.

Es scheint das erklrte Ziel der Veranstalter zu sein, nicht kaufkrftige Jugendliche vom Gelnde fernzuhalten und stattdessen Familien herzulocken. Schlielich bringt das mehr Geld in die Kassen. Die Kinder wollen mit den Fahrgeschften fahren, die Eltern ein Bier trinken, whrend Oma und Opa sich an einer der vielen Fressbuden gensslich tun. So kommen einige Euros zusammen die natrlich fehlen, wenn Familien aus Angst vor Randalierern wegbleiben.

Ob dieses Jahr tatschlich mehr Familien das Festival aufsuchen bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass sich die Mllberge nicht nur auf dem Gelnde auftrmen, sondern wie auch bei der Rheinkultur die gesamte Rheinaue in eine Mllkippe verwandelt wird. Die Beseitigung des Abfalls wird dadurch sicher nicht erleichtert, denn die Besucher, die es sich nicht leisten knnen oder wollen, ihre Getrnke auf dem Festivalgelnde zu kaufen, werden um die Zune herum das bliche Chaos veranstalten. Das wird im Endeffekt vermutlich fr viel mehr rger sorgen, als sonst. Aber des Geldes wegen ist man wohl bereit diesen Mehraufwand in Kauf zu nehmen.

Auf Verstndnis stt die Regelung sicher nicht berall. Was bei Rheinkultur schon zwecks der Kosten fr die Bands absolut verstndlich und akzeptabel ist, kann bei einem Fest wie Rhein in Flammen kaum nachvollzogen werden. Der technische Aufwand ist geringer, die Besucher nicht so viele und es darf auch nicht vergessen werden, dass Rheinkultur ein Musikfestival ist. Rhein in Flammen hingegen hat damit nur wenig zu tun. Fr die Besucher in der Rheinaue lag der Charakter der Veranstaltung nmlich genau in dem gemtlichen Zusammensein, das nun erschwert wurde.

Tausende Grill- und Schnwetterfreunde verbrachten viele doch meist friedliche Stunden auf den Grnflchen der Anlage, tranken Bier und genossen die gemeinsame Zeit. Dieser Charakter geht schon durch das Verbot der Grills verloren. Natrlich stimmt das Argument, dass die Einweggrills den Rasen zerstren, aber sicherlich gbe es doch einige andere Mglichkeiten und Lsungen um das zu vermeiden oder gleich rigoros Verbote auszusprechen. Weder Stadt noch Veranstalter scheinen ein Interesse daran gehabt zu haben, eine andere Lsung zu finden. Fraglich nur, warum die randalieren, betrunkenen, schmutzigen jungen Leute nicht einfach grundstzlich ausgesperrt und nur noch in Begleitung von zahlungskrftigen Familienmitgliedern die Rheinaue betreten drfen.

Hier gibts noch einen Bericht zum Thema.

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