Neben dem Beruf wollen sich viele Menschen noch weiterbilden. Sei es durch diverse Sprachkurse, Buchfhrungskurse oder Betriebswirtschaftslehre. Doch wo lernt man gnstig und gut? Die Stiftung Warentest untersucht seit 2002 Fernhochschulen, Volkshochschulen und andere Weiterbildungsinstitute. Rund 1300 Angebote wurden seither getestet. Das Ergebnis: Ordentliche Verhltnisse sind berall zu finden, doch Weiterbildung muss nicht teuer sein.

Unterschiede im Preis, nicht jedoch in der Qualitt

Auffallend bei den Tests der Stiftung war die groe Preisspanne. Volkshochschulen sind immer noch sehr gnstig im Preis. Dort gibt es teilweise Kurse ab Fnf Euro pro Sitzung. Kommerzielle Einrichtungen hingegen schieen weit ber die 20 Eurogrenze hinaus. So gab es dort Preise bis zu 45 Euro je Unterrichtsstunde. Kammern und gemeinntzige Einrichtungen bewegten sich im Mittelfeld. Ab 15-25 Euro kosten 45 Minuten Unterricht bei solchen Instituten.

Was die Qualitt betrifft, spielen fast alle Einrichtungen in einer Liga. Der Ruf von Volkshochschulen sei schlechter, als die eigentliche Qualitt, so die Stiftung Warentest. Auerdem betonte die Stiftung: Wer mehr Geld ausgibt, kann nicht automatisch mit einem besseren Kurs rechnen. Besonders die Vermittlung von Inhalten und die Kundeninformationen waren bei allen Anbietern im grnen Bereich. Unterschiede gab es indes bei der Kursorganisation. Hier schlossen die Kammern und kommerziellen Einrichtungen besser ab.

Guter Unterricht, gute Noten

Der Unterricht wurde insgesamt von allen Testpersonen als gut empfunden. Allerdings zeichneten sich auch hier Unterschiede ab. Am besten schnitten in diesem Testbereich die gemeinntzigen Einrichtungen ab. Diese wiesen sehr gute Inhalte von hoher Qualitt auf. Abstriche mussten hingegen Kammern und Volkshochschulen machen. So folgerte die Stiftung: Wenn es inhaltlich etwas zu bemngeln gab, dann war es zum Beispiel hufig fehlender Tiefgang. Nichtsdestotrotz war die Stiftung von allen Einrichtungen positiv angetan, wenn man die Qualitt des Unterrichts betrachtet.

Zu einer Weiterbildung gehren auch Prfungen und Notenvergabe. Die Durchfallquote bei den entscheidenden Prfungen war gering. Gute Noten waren daher oft das Resultat. Etwas aus der Reihe fielen die Volkshochschulen, die mit 13% niedrigeren Noten das Schlusslicht der Notenvergabe waren.

Einher mit dem Unterricht geht auch die Prfung der Materialien und Rumlichkeiten. Hier machte die Stiftung Warentest einen Schwachpunkt aus. lteres Mobiliar oder fehlende technische Gerte, wie Beamer oder Leinwnde, mussten die Teilnehmer dort des fteren in Kauf nehmen, bilanzierte die Stiftung bei Volkshochschulen. Kommerzielle Anbieter, die Tagungshotels und best ausgestattete Seminarrume bieten knnen, lagen hier an der Spitze.

Alles genau prfen

Wer sich nun entschieden hat, eine Weiterbildungsmanahme anzutreten, sollte sich im Vorfeld genau erkundigen. Wer sich schnell und gnstig weiterbilden mchte, sollte als erstes bei den Volkshochschulen nachfragen. Wer etwas mehr Geld investieren mchte und in kleineren Gruppen lernen bevorzugt, ist bei kommerziellen Anbietern richtig. Dort werden Kurse schon ab vier Personen ermglicht. Nichtsdestotrotz bieten alle Einrichtungen grtenteils qualitativ gute Weiterbildung an.

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