Bereits nchstes Jahr wird es den vielgefrchteten Ansturm auf die Universitten geben. Bedingt durch die Schulzeitverkrzung, kommt es in NRW zu einem Doppeljahrgang. Die 2. JAKO-O Bildungsstudie des Instituts TNS Emnid zeigt nun die deutliche Unzufriedenheit der Eltern mit der G8-Reform. Ebenfalls steht die vier-jhrige Grundschule zur Debatte. Positiv werden hingegen die Lehrkrfte bewertet.

Bildungssystem in der Kritik

Prof. Dr. Klaus-Jrgen Tillmann bezeichnet es als Schallende Ohrfeige fr die Bildungspolitiker, dass 79% der Eltern das Abitur mit 12 Schuljahren ablehnen. Es sei dringend erforderlich, den Leistungsdruck zu senken. Darber hinaus solle der Ausbau der Ganztagsschulen beschleunigt werden. Dieser kme dem Bedarf nicht hinterher, da immer mehr Eltern vollzeitig berufsttig seien.

Fehlende Akzeptanz lsst sich auch beim derzeitigen Grundschulsystem feststellen. Nur 24% der Befragten sind fr eine Aufteilung nach vier Jahren, 60 Prozent wnschen sich diese erst nach sechs Jahren. Aufhorchen lsst ebenso, dass die Hlfte der Eltern die Chancen im Bildungssystem als ungerecht ansieht.

Gemischtes Urteil zur Inklusion geistig Behinderter

Laut Professor Tillmann gebe es noch Nachholbedarf bei der Diskussion um die Einbettung geistig Behinderter. Gemeinsamer Unterricht mit geistig Beeintrchtigten sei nur von der Hlfte gewnscht. Mehr als 2/3 der Eltern glauben, dass behinderte Kinder an Sonderschulen besser aufgehoben seien.

Auf breite Zustimmung stt hingegen das Einbeziehen krperlich Behinderter sowie von Kindern mit Lernschwierigkeiten. Dabei sehen fast alle Eltern den Vorteil, dass die soziale Kompetenz der nicht-behinderten Kinder gesteigert wrde.

Lehrer kompetent, Schler berfordert

Nahezu alle Eltern sind von der fachlichen Kompetenz der Lehrkrfte berzeugt. Jedoch glaubt ein Drittel nicht, dass diese alles unternehmen, damit auch die Schwcheren mitkommen. berhaupt scheinen viele Kinder in der Schule berfordert zu sein. Jeder Vierte bekommt so gelegentlich Nachhilfe, jeder Zehnte bleibt sitzen.

Um dem entgegenzuwirken, versuchen die Eltern ihre Kinder zu untersttzen. 77 Prozent helfen sogar bei der Vorbereitung auf Arbeiten und Referate. Viele sind der Meinung, dass sie einiges kompensieren mssen, was die Schule versumt.

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