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Es ist eine Erdrutschwahl. Schon seit um 22 Uhr die ersten Ergebnisse aus einzelnen Urnen durchgegeben worden waren, hatte es sich angedeutet. Der RCDS kann zwar seine Position als stärkste Kraft im SP behaupten, die AStA-Koaltion aber hat eine herbe Niederlage erlitten. 30 Sitze hatten die Fraktionen von RCDS, ULF und Re(h)-Partei gemeinsam – davon sind nur 18 übrig geblieben. Am RCDS liegt es nicht, denn die christdemokratische Hochschulgruppe hat 14 Sitze gewonnen. So gingen zwar fünf verloren, bei einem Plenum, in dem nun zehn statt sechs Fraktionen vertreten sind, ist dies aber keine echte Überraschung. Schwere Einbußen muss hingegen die Unabhängige Liste der Fachschaften hinnehmen: Sie fällt von neun auf drei Sitze. Der amtierende AStA-Vorsitzende des RCDS, Wolfgang Schoop, wollte denn auch „erstmal nichts“ zum Wahlergebnis sagen.
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Die Jusos können ihrerseits das Ergebnis von 2009 beinahe halten. Ein Sitz geht ihnen verloren, was für sie aber wohl leicht zu verschmerzen sein dürfte. Denn an wen dieser Sitz gegangen ist, dürfte klar sein: Die bevorzugten Ansprechpartner für Koalitionsgespräche. So gibt Spitzenkandidatin Magdalena Möhlenkamp auch glücklich zu Protokoll: „Wir freuen uns einfach riesig, dass der bürgerliche AStA abgewählt ist.“
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Fraglich ist, was aus den übrigen Gruppen wird. Die Re(h)-Partei, die seit jeher eher ein Schattendasein in der Bonner Hochschulpolitik führt, hat es wieder geschafft, einen Kandidaten zu platzieren. Die Liste undogmatischer Studenten (LUST), konnte dem starken Zuwachs an Konkurrenz im linken Lager nur wenig entgegen setzen – lediglich zwei Sitze wurden gewonnen, im Vorjahr waren es noch fünf. Ob die LUST im neuen AStA mitmischen wird, scheint nicht unmöglich, ernste Gespräche darüber gab es aber noch nicht. Die Piraten-HSG und die liberale HSG ziehen mit zwei, respektive einem Abgeordneten ins SP ein. Ob sie sich einem Lager zuordnen werden oder nicht, ist noch unklar. Genau wie die ULF, gaben sich beiden Gruppen im Vorfeld zur Wahl nach allen Seiten offen.
Im Schaubild: Mögliche Koalitionen im 32. Studierendenparlament der Uni Bonn.
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