Die Wahl zum 32. Studierendenparlament der Universität Bonn ist vorbei. Die Stimmen sind gezählt, das Ergebnis steht fest. Die regierende Koalition aus dem Ring Christlich Demokratischer Studenten, der Unabhängigen Liste der Fachschaften und der Re(h)-Partei bekommt wohl keine zweite Amtszeit. Eine neue Koalition ließe sich aus der Juso-HSG, der Grünen Hochschulgruppe und weiteren links orientierten Listen bilden. Das Ende des ersten bürgerlichen AStA seit den achtziger Jahren scheint damit besiegelt.

Alle zehn zur Wahl angetretenen Gruppen werden in das neue Studierendenparlament einziehen. Der noch regierende RCDS bleibt zwar stärkste Fraktion im SP, verliert im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahres aber fünf Sitze (19/14). Auch der erste Koalitionspartner, die ULF, muss starke Einbußen hinnehmen und verliert sechs Sitze, sie fällt von neun auf drei ab.

Der traditionell größte Konkurrent des RCDS, die Juso-HSG, verliert zwar auch Stimmanteile, kommt aber beinahe an das Ergebnis des Vorjahres heran. Statt 13, erhält sie nun zwölf Sitze. Als große Gewinner der Wahl dürfen sich die Grüne Hochschulgruppe und die Offene Liste: Bildungsproteste fühlen. Die Grünen, im letzten Jahr nicht zur Wahl angetreten, gewinnen 10 Sitze, die erstmalig gelistete OL:B, derer fünf. Eine linksgerichtet Koalition aus Jusos, GHG und OL:B ist somit möglich.

Das Interesse am Wahlgang bleibt gering, auch wenn 20 Prozent Wahlbeteiligung im Vergleich zum Vorjahres-Tief von knapp 17 Prozent schon einen kleinen Erfolg bedeuten.

Das vorläufige Endergebnis:

RCDS: 14 Sitze
Juso-HSG: 12 Sitze
ULF: 3 Sitze
LUST: 2 Sitze
dielinke.SDS: 1 Sitz
Re(h)-Partei: 1 Sitz
Grüne HG: 10 Sitze
LHG: 1 Sitz
OL:B: 5 Sitze
Piraten: 2 Sitze



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