Mehr und mehr wird die Gegend rund um die Uni Bonn plakatiert und immer eifriger rücken die Spitzenkandidaten durch Elefantenrunden und Interviews ins Zentrum der studentischen Aufmerksamkeit. Wenige Tage vor den Wahlen zum neuen Studentenparlament, haben alle aufgestellten Hochschulgruppen nun ihre Wahlprogramme veröffentlicht. Nachfolgend hat campus-web für Euch kurz und bündig die Schwerpunkte ihrer Forderungen zusammengefasst.


Magdalena Hermes
RCDS – Ring christlich-demokratischer Studierender

Der RCDS tritt in diesem Jahr mit seiner Spitzenkandidatin Magdalena Hermes zur Wiederwahl an. Nach einer Periode an der AStA-Spitze meldet sich die Hochschulgruppe mit einer anderen Meinung als fast alle übrigen HSGs zum Thema Studiengebühren zu Wort: Diese sollen erhalten bleiben. Ihre Verwendung soll jedoch unter studentischer Mitbestimmung entschieden werden, sodass sie den Studierenden unmittelbar zugutekommen. So verlangen die Christdemokraten ein Veto-Recht für diesbezügliche Entscheidungen der Hochschulleitung, sowie die Möglichkeit der Rückerstattung von fehlinvestierten Geldern.
Bezüglich der Verbesserung der Bologna-Reform verspricht der RCDS sich für die Abschaffung von Anwesenheitslisten und mehr Wahlfreiheit bei der Stundenplangestaltung zu engagieren. Die Prüfungen sollen auf eine pro Modul beschränkt werden. Er fordert klare Qualifikationsleitbilder hinter den Bachelorstudiengängen, bzw. alternativ die garantierte Übernahme in einen Masterstudiengang. Aufgrund zurückgehender Erstsemesterzahlen an der Universität Bonn setzt sich der RCDS zudem für verpflichtende Didaktik-Kurse für Dozenten und Professoren ein. Als Anreiz für gute Lehre bekräftigt er die Einführung einer Auszeichnung für besondere Leistungen hinter dem Pult und befürwortet einen Wiedereinstieg der Uni Bonn in nationale Wettbewerbe wie dem CHE-Ranking.


Magdalena Mohlenkamp
JusoHSG

Die JusoHSG möchte sich 2010 mit Magdalena Möhlenkamp als Spitzenkandidatin aus der undankbaren und zudem ungewohnten Position der Opposition heraus kämpfen. Zu erreichen hoffen sie dieses Ziel mit einem Wahlprogramm, das seine Schwerpunkte auf die Sozialisierung der Studienbedingungen und die Korrektur der Bologna-Reform legt.
Den Bildungsstreik unterstützend, fordern die Jusos die Abschaffung der Studiengebühren, sowie den Ausbau des Bafögs. Solange diese Ziele jedoch unerreicht bleiben, soll an besseren Befreiungsmöglichkeiten von den Beiträgen gearbeitet werden.
Als konkrete Verbesserungen der Bologna-Beschlüsse, schlägt die sozialdemokratische Hochschulgruppe zum Einen die Erstellung eines Schwarzbuches vor. In diesem sollen Kritik an den BA- und MA-Studiengängen geübt und Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Zum Anderen soll das, während des Bildungsstreiks von der Hochschulleitung proklamierte Angebot, regelmäßige Diskussionsrunden mit den Studierenden zu etablieren, wahrgenommen und ausgebaut werden. So würde ein direktes studentisches Mitspracherecht geschaffen werden. Als konkrete Änderungen der derzeitigen Gegebenheiten, fordert die HSG die Ausweitung des Bachelors auf acht Semester, die Abschaffung der Anwesenheitspflicht, die Reduzierung von Prüfungen, sowie Masterplätze für alle.
Weiterhin sind die Jusos an einem Ausbau der Serviceleistungen des AStAs interessiert. So versprechen sie die Wiedereinführung, bzw. die Ausweitung der Referate für politische Bildung, Ökologie, Lesben/ Bisexuelle/ Schwule und Gleichstellung.

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