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Die Gerüchteküche über CO2-Ausstoß und Folgen des Klimawandels ist groß. Je näher die Weltklimakonferenz in Kopenhagen rückt, desto mehr Stimmen melden sich zu Wort um uns mit immer neuen Statements oder Lösungsansätzen zum weltweiten Problem zu beglücken. Man hat fast den Eindruck, Kopenhagen sei ein magisches, alles entscheidendes Datum, so propagiert es jedenfalls die Politik. Die Klimaphobie ist los! Phrasen und Floskeln werden ausgetauscht und mittlerweile ist man schon fast wieder ein bisschen taub geworden auf dem Klimaohr, denn eines scheint klar zu sein: auch Kopenhagen reicht nicht aus, um unser Klima zu verarzten. Der Auseinandersetzung damit hat sich in diesem Jahr der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) verschrieben und veranstaltet seit Ende September eine Vortragsreihe zum Thema. Natürlich kamen bisher Vertreter der einschlägigen Organisationen wie Prof. Dr. Martin Visbeck, 3. WMO Weltklimakonferenz WCC-3, oder Dr. Manfred Konukiewitz, Beauftragter für Klimapolitik im BMZ, zu Wort. Aber was hat es zum Beispiel mit Green Investment auf sich? Welchen Einfluss hat die Arbeit des Zentralbereichs Politik und Corporate Social Responsibility bei der Deutschen Post DHL AG auf das Erreichen der Klimaziele? Diese und andere Fragen werden bei den Klimagesprächen der DGVN wöchentlich zur Debatte gestellt. Noch so eine Propagandaveranstaltung? Weit gefehlt! Bei den Zuhörern handelt es sich um einen erfrischenden Mix aus allgemein Interessierten und Fachpublikum aus diversen in Bonn ansässigen internationalen Institutionen, die gemeinsam für spannende und hitzige Diskussionen sorgen. Den kritischsten Fragen musste sich bisher Michael Straub, Leiter Kommunikation der DESERTEC-Foundation stellen. Sein Vortrag mit dem Titel „Wüstenstromprojekt DESERTEC – Fata Morgana oder Energiewende?“ verdeutlichte welch kontroverses Potential jedes noch so visionäre Zukunftsprojekt birgt. Als größte und zugleich wichtigste Herausforderung für eine CO2-arme Energieversorgung Europas wird sich in Zukunft wohl die Einbindung von Krisenregionen in solche Projekte erweisen. Laut Straub wird eine Wende in Richtung der globalen Klimaziele ohne eine wirtschaftliche, politische und wissenschaftliche Kooperation mit der MENA-Region (Middle-East North-Africa) nicht machbar sein. Klimawende – ein Generationenprojekt. Die Reihe läuft noch bis Anfang Dezember und es ist gerade die fachliche Vielfalt der hochkarätigen Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die den Mehrwert dieser Klimagespräche ausmacht. Weitere Termine jeweils um 18:30 im Bonner Rathaus am Marktplatz: 18. November 2009 „Gute Aussichten für morgen. Wie wir den Klimawandel für uns nutzen können“ Referent: Sven Plöger, Diplom-Meteorologe, Meteomedia AG, Schweiz Eintritt: 10€ /6 € 9. Dezember 2009 Referent: Michael Lange, Geschäftsführer Kommunal und Abwasserberatung GmbH Netzwerk Klimakommunen Nordrhein-Westfalen Eintritt frei
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