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Das „Web 2.0“ ist ein Phänomen, das schon von allen möglichen Seiten beleuchtet worden ist. Es wird als Spielzeug unserer, der althergebrachten Formen der Kommunikation unfähig gewordenen, Generation oder als Plattform für Profilneurosen aller Art gegeißelt. Dann wiederum wird es als großartigste Möglichkeit des „Networking“, als einzig verbliebener Quell für ungefilterter Nachrichten (siehe Iran) oder auch letzter Ort wahrer Meinungsfreiheit gefeiert. Große Aufmerksamkeit erfährt das „Web 2.0“ nun auch im Zusammenhang mit dem Wahlkampf zu den im September anstehenden Bundestagswahlen.
Das Internet als Schauplatz einer neuen Art von Kampagnenführung? So mancher sieht in der neuen Arena, die sich mit dem „Web 2.0“ eröffnet, die große Chance auf ein „Mehr“ an Demokratie. Doch funktioniert das tatsächlich? Experten wie der Autor des Buches „Wahlkampagne 2.0“, Marco Bosch, sehen bisher den Mehrwert des Web 2.0 nur auf Seiten der Politiker. Die bekämen durch das neue Werkzeug nämlich viele freiwillige Helfer und, über deren Netzwerke, ein stark erhöhtes Aufmerksamkeitspotential.
Die Politik versucht also das Netzwerker-Eldorado vor allem für die eigenen Zwecke nutzbar zu machen. Doch wie sieht es für die User aus? Hilft das Angebot eine Entscheidung zu fällen? Bietet das Internet neue Formen der Überredungskunst oder ist auch hier nur wieder alter Wein in neue (Daten-) Schläuche gefüllt worden? campus-web hat sich in die Tiefen des Netzes begeben und dort untersucht, wie sich die unterschiedliche Parteien vermarkten, was sie anders machen und wo noch Nachsitzen in Sachen virtueller Kommunikation angebracht ist.
Los geht es mit der schwarzen Hälfte der momentan noch regierenden Großen Koalition. Die anderen Parteien folgen in den nächsten Tagen.
Zum Artikel über den christdemokratischen Wahlkampf im Internet.
Die SPD und ihr Twitter-König Ulrich Kelber.
Zum Artikel über das Angebot der Grünen.
Erzgebirgisches Lokalkolorit für die FDP online.
Erfüllung der Mindestanforderungen. Die Linke im Web.

















