20 Jahre Einigungsvertrag
 Diese Bundesfahne wird während der Feier zur deutschen Einheit am 3. Oktober 1990vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gehißt. Quelle: Haus der Geschichte, Bonn
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20 Jahre – Der am 31. August 1990 unterzeichnete Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR besiegelte das Ende des ostdeutschen Staates, der der Bundesrepublik beitrat. Ausgehandelt hatten das Schriftstück Wolfgang Schäuble für die Bundesrepublik und Günther Krause auf Seiten der DDR. Vorraussetzung für die Wiedervereinigung war allerdings noch die Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland sowie Frankreich, den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und der Sowjetunion. Dies geschah am 12. September in Moskau. Erst damit war die Wiedervereinigung schriftlich besiegelt und die Nachkriegszeit beendet.
Der Einigungsvertrag beinhaltete den Beitritt der DDR nach dem alten Artikel 23 zum Grundgesetz. Berlin wurde wiedervereinigt und Hauptstadt, zudem übernahm die BRD das Vermögen und haftete für die Schulden der DDR. In der Nacht vom 2. zum 3. Oktober feierten die Deutschen den Vollzug der Einheit. Am neuen gesetzlichen Nationaltag mahnte Bundespräsident Richard von Weizsäcker: "Sich zu vereinen heißt teilen lernen." Es war ein Appell an gemeinsame Anstrengungen des ganzen Volkes.