Nur noch wenige Stunden Zeit die Entscheidung zu treffen wem man denn nun seine Stimme gibt. Der NRW-Wahlkampf strebt dem Zieleinlauf entgegen. Alle Parteien waren schwer aktiv, auf der Straße, im TV und natürlich auch im Netz. campus-web hat seine fähigsten Kritiker zusammengetrommelt, um die Werbefilmchen, mit denen das Wahlvolk überzeugt werden sollte, einer Bewertung zu unterziehen. Wer sie im Fernsehen verpasst hat, bekommt hier nochmal die Chance eine Auswahl zu sehen.

Für die Inhalte sind natürlich allein die Parteien oder Wahlbündnisse verantwortlich.

CDU:

Eigene Inhalte bei einer Volkspartei? Nein. Immerhin steckt Arbeit drin - wählt David Lynch eigentlich konservativ? Oder ist das die Partei der "Desperate Housewives"? Das Bürgertum plagen Alpträume. Schuld daran? Der Bolschewismus. Ziemlich einfallsreich ist das nicht, eher einfach. Funktionieren kann der Clip vielleicht gerade deshalb. Wie werden Politiker der Linken noch gerne genannt? Populisten? Interessant immerhin, dass hier die Grünen weggelassen werden – Koalitionsoption ick hör‘ dir trapsen…




Zwei Dinge braucht ein CDU-Spot in diesem Jahr: Eine grelle Warnleuchte über der Linken und ein hell strahlender Messia..ähm…Rüttgers. Der kleine Mann belehrt den Anzugträger über Jürgen Rüttgers Regierungsqualitäten. Mit erhobenem Zeigefinger und verklärtem Blick. Da lächelt der Yuppie nur müde und lässt den Alten reden.




SPD:

Wirkt, man kann es tatsächlich nicht anders sagen, durch und durch konservativ. Viele schöne Menschen schauen hoffnungsvoll und überbelichtet in die Kamera. Man kann sich gut vorstellen wie Hannelore Kraft den Text aus dem Off mit auf die Nasenspitze gerutschter Brille vorliest. Das Manuskript eine Armlänge vom Gesicht entfernt. Der CDU-Spot macht den Fehler der Inhaltslosigkeit, das Filmchen der SPD nicht. Dafür ist er unendlich langweilig.




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