Politik Aktuell: Barack Obamas Rede beim internationalen Presse-Dinner.
In guter Tradition hat US-Präsident Barack Obama die internationalen Pressevertreter Washingtons am Wochenende zum Essen eingeladen. Verbunden mit der Einladung zum Galadinner ist seit jeher eine launige Rede des Präsidenten. So nahm Obama in diesem Jahr Freund und Feind aufs Korn, bewies aber auch Selbstironie.
So blickte er auf ein Jahr "voller Hochs und Tiefs" zurück, nur auf seine Umfragewerte sei Verlass gewesen, "die sind beständig gesunken". So zeigte sich Obama glücklich über einen der Stargäste des Abends, Late-Night-Ikone Jay Leno, da er so wenigsten eine Person um sich habe, deren Werte noch mieser seien. Später zeigte sich Obama enttäuscht über die Entscheidungen des Nobel-Kommittees, denn seit Jahren arbeite er auf den Preis für Physik hin. Doch zeigte er sich schließlich einsichtig: "Naja, man kann sie halt nicht alle kriegen."
Im weiteren Verlauf der Rede bezeichnete er den schwarzen Vorsitzenden der Republikaner Michael Steele als "Brother", drohte der Teenieband Jonas Brothers die Verfolgung mit Kampfdrohnen an, sollten sie sich seinen Töchtern nähern und grüßte auch seine Freunde beim Bankhaus Goldman Sachs. Die hätten die Witze des Abends gesponsert und man solle sich deshalb keine Sorgen machen, denn "ob sie nun lachen oder nicht, die machen Geld damit."
Was die Bundeskanzlerin zu solch einem Anlass wohl zum Besten geben könnte?
Hier ein Video von Obamas Rede:
Autor: Christian Vey / Foto: whitehouse.gov / 03.05.2010